Lesung und Gespräch Dienstag, 04. Juli 2017 /
Berlin

Spuren der Erinnerung

Ausstellungseröffnung und Diskussion zum gewaltsamen Verschwindenlassen in Mexiko

Datum, Uhrzeit
Di., 04. Juli 2017,
18.30 – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Öffnungszeiten
Ausstellung: Montag bis Freitag, 10-20 Uhr (außer an Feiertagen)
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
frei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Niemand weiß genau, wie viele Menschen in Mexiko gewaltsam verschwunden sind. Es gibt kein einheitliches nationales Register, viele Fälle werden erst gar nicht angezeigt bzw. auch bei Anzeige nicht registriert. Offiziell geht man von mehr als 32.000 Verschwundenen insgesamt aus, andere Schätzungen liegen sehr viel höher.

„Spuren der Erinnerung“ ist eine Installation des mexikanischen Bildhauers Alfredo López. Sie wurde aus den Schuhen von Menschen gemacht, die sie auf ihren langen Wegen auf der Suche nach ihren verschwundenen Verwandten und Bekannten getragen haben. Auf den Schuhsohlen hat der Künstler Botschaften der Angehörigen an die Verschwundenen eingraviert. Sie zeigen, wie sich die Familienangehörigen auf die Suche nach ihren verschwundenen Verwandten machen, wie sie nie die Hoffnung aufgeben, und was sie alles tun würden, um sie wiederzusehen.

Carlos Beristain beschreibt das Drama der Angehörigen in seinem Buch El tiempo de Ayotzinapa: „Gewaltsames Verschwindenlassen ist eine Verwirrungsstrategie. Damit wird nicht nur das Schicksal des Festgenommenen verschleiert, sondern zugleich die Tat als solche. Die Wahrheit wird wie nirgendwo sonst zum Streitfall.” Nachdem die Ausstellung in Mexiko gezeigt wurde und seit Anfang des Jahres durch viele Städte Europas tourt, kommt sie nun nach Berlin.

Ein Gespräch mit dem Künstler Alfredo López eröffnet die Ausstellung in der Stiftung, außerdem liest Carlos Beristain Passagen aus seinem Buch El tiempo de Ayotzinapa (Lesung auf Deutsch Christiane Schulz).

Anschließend Empfang.

In Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 

Ausstellung auf der Beletage in der Heinrich-Böll-Stiftung vom 4.-7. Juli 2017.
Weitere Termine: Galerie neurotitan in Berlin: 11.-22. Juli 2017.

 

Information:
Valentina Rojas Loa
T: 030-28534-326
Rojasloa@boell.de