Workshop Freitag, 18. Oktober 2019 – Sonntag, 20. Oktober 2019 /
Berlin

Spurensuche - koloniale Kontinuitäten und Rassismus heute

Datum, Uhrzeit
Fr., 18. Okt. 2019, 17.00 Uhr  –
So., 20. Okt. 2019, 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Mit dem erstarkenden Rechtspopulismus sind rassistische Äußerungen wieder salonfähig geworden in Deutschland. Gleichzeitig zeigen aktuelle Hashtags wie #metwo und #vonhier, unter denen Menschen von ihren Rassismuserfahrungen in Deutschland berichten, dass Rassismus nicht nur ein Problem der extremen Rechten ist. Vielmehr handelt es sich dabei um eine System, dass auf vielen Ebenen wirkt und sich in unterschiedlichen Formen - oftmals mehr oder weniger subtil und alltäglich - zeigen kann. Für Menschen, die nicht von Rassismus betroffen sind, ist dies oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Rassistische Äußerungen und Handlungen sind oftmals nicht intendiert und geschehen unbewusst und unreflektiert. Umso wichtiger ist eine Auseinandersetzung mit der Wirkungsweise und auch dem Ursprung rassistischer Logiken, damit ein Entgegenwirken möglich wird.

Gemeinsam wollen wir uns auf eine Spurensuche begeben - Wo liegen die Wurzeln von Rassismus und was hat das mit der Kolonialgeschichte zu tun? Wo lassen sich heute Spuren einer rassistischen Logik finden, die ihren Ursprung in der Kolonialzeit hat? Wie wirkt Rassismus heute und wo manifestiert er sich? Wie zeigen sich koloniale Kontinuitäten in unserer Gesellschaft - in den Medien, der Politik, der Werbung, in Straßennamen, in Kinderbüchern und in unserer Sprache?

Wir werden in diesem Seminar mit vielfältigen Methoden arbeiten - Selbstreflexion, Biographiearbeit, Austausch und Diskussion, Videos, einer selbst konzipierten Ausstellung zu kolonialen Kontinuitäten und einem Mini-Stadtrundgang. Nicht zuletzt wollen wir gemeinsam Handlungsoptionen für eine rassismuskritische Haltung erarbeiten. Wichtig ist uns ein wertschätzender Umgang miteinander und wir wollen genügend Raum bieten für Reflexion, Fragen und Unsicherheiten.

Mit:
Nina Khan ist Trainerin in der politischen Bildungsarbeit und arbeitet zu den Themen Rassismus/kritisches Weißsein/Empowerment, (Anti-)Diskriminierung, kritische Perspektiven auf EZ. Sie hat zum Neuen Geber Indien in der EZ und dem staatlichen indischen Entwicklungsdiskurs promoviert.

Nicole Günther ist weiß positioniert und seit 12 Jahren in der politischen Bildungsarbeit tätig mit Schwerpunkten auf Gruppendynamik, Diversity, Gleichstellung und Körpersprache. www.gemeinsamweiter.berlin

Der Workshop wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.