- Dienstag, 29. September 2009 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Stadtporträts #1
Mexiko–Stadt im Hier und Jetzt
Momentaufnahmen zu Mobilität, Sicherheit und Gentrifizierung
Mit:
Christian von Wissel (Citámbulos-Projekt Mexiko-Stadt - London)
Bilder und Kommentare zu Vielfalt, Segregation und den wachsenden Mauern in Mexikos Metropole
Anne Becker (Soziologin, Berlin)
Schönes Neues Zentrum: Gentrifizierung und die „Rückeroberung des öffentlichen Raumes“ im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt
Moderation:
Annette v. Schönfeld (Heinrich-Böll-Stiftung)
Längst lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten. Am schnellsten wachsen die Metropolen des Südens und mit ihnen die Vorstädte und Elendsviertel, die sich weltweit erschreckend ähneln.
Megastädte sind Orte enormer Gegensätze. Sie sind monströs und faszinierend zugleich: Schmelztiegel, Orte der Chancen und Hoffnungen. Sie bieten die Möglichkeit, anders zu sein und über sich hinaus zu wachsen. Sie sind Wissensträger und Labore, in denen ausprobiert wird. Und sie verfügen über ein enormes Potential an Ressourcen und Kreativität, um den Herausforderungen von Selbstmanagement und Krisen zu begegnen. Gleichzeitig ist kaum irgendwo sonst Armut und Elend so geballt anzutreffen, wird so viel Energie verbraucht und Müll produziert, wächst das Klima von Angst und Unsicherheit so schnell.
Mit der Reihe „Stadtportraits“ möchte die Heinrich-Böll-Stiftung einen Blick auf Megastädte des Südens richten und eine Idee von den Herausforderungen vermitteln, vor denen diese Städte stehen. Assoziativ und in loser Reihenfolge, aber mit aktuellem Bezug, zeigen die Portraits von Mexiko-Stadt und Lagos, São Paulo und Johannesburg, wo die speziellen Chancen für Nachhaltigkeit liegen.
Mexiko-Stadt zählt zu den Allergrößten. Sie fordert beständig den Einsatz aller Kräfte, sei es um ausreichend Trinkwasser, ein offizielles Dokument, den nächsten Tag oder die andere Straßenseite zu erreichen. Zu viele Akteure, die zielstrebig ihre sich widersprechenden Ziele verfolgen – und die Stadt lebt trotzdem.
Wir zeigen Bilder zu Handel, Verkehr und Smog, die die Dimensionen der 20-Millionen-Metropole verdeutlichen. Anschließend vertiefen wir das Porträt der Stadt, durch Themen, die oft am Rande der Nachhaltigkeitsdebatte bleiben: Sicherheit, Segregation und Gentrifizierung.
Wie gestaltet sich die Spirale von Unsicherheit und Abschottung? Wie verändern sich Stadtbild und Stadtplan? Was für Folgen hat die unaufhaltsame Segregation für die ganze Stadt? Was genau heißt Gentrifizierung, also die gezielte Aufwertung eines Wohnumfelds, für das Stadtzentrum? Was bedeutet die Initiative zur „Rettung des historischen Zentrums“ für die jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner?
In Medienpartnerschaft mit Le Monde Diplomatique
Weitere Veranstaltungen der Reihe Stadtporträts:
# 2 – 24. November 2009 – Lagos geht unter. Eine Megacity im Klimawandel
# 3 – 2. März 2010 – Ein Recht auf São Paulo. Öffentlicher Raum, Mitbestimmung und Stadtreform
# 4 – 27. April 2010 – Johannesburg – eine Runde Sache? Die WM und die Auswirkungen für die Stadtentwicklung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin