- Mittwoch, 06. März 2013 14.00 – 21.15 Uhr In meinem Kalender speichern
Symposium: Im Bann der sinnlichen Natur
Wege in eine lebensfördernde Gesellschaft
Eine Veranstaltung von thinkOya in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Sitftung
Was liegt an der Wurzel der menschengemachten Krisen? Die Annahme, die Welt sei ein Ressourcenlager für die Bequemlichkeit der eigenen Spezies, ist so tief in der westlichen Kultur verankert, dass sie uns geradezu zur „zweiten Natur“ geworden ist. Die ökologische Krise ist somit im Grunde eine Wahrnehmungskrise, und Nachhaltigkeit in erster Linie eine kulturelle Herausforderung. Diese wird am 6. März im Zentrum eines gemeinschaftlichen Forschungsprozesses stehen.
In Gesprächskreisen, Dialogen und Workshops zu Naturerfahrung geht es um die Frage, welche Konsequenzen sich daraus ergeben, dass wir die Welt als lebendig und uns selbst immer in Bezogenheit auf anderes Leben erfahren. Eine lebensfördernde Kultur verlangt nach neuen Formen des Wirtschaftens. Aber wie könnte eine auf die Pflege von Gemeinsinn und Gemeingüter ausgerichtete Ökonomie gestaltet sein? Das Symposium möchte ermutigen, eine Praxis „des guten Lebens“ weniger als ferne Utopie zu begreifen, sondern im Hier und Jetzt in jeder sinnlichen Erfahrung umzusetzen und daraus mutige Schlüsse für eine Umgestaltung der Gesellschaft zu ziehen.
Mit:
David Abram, Anthropologe und Philosoph, Alliance for Wild Ethics, Santa Fe, USA
Hildegard Kurt, Kulturwissenschaftlerin, und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit, Berlin
Shelley Sacks, interdisziplinäre Künstlerin, Social Sculpture Research Unit, Brookes University, Oxford, U.K.
Andreas Weber, Autor, Biologe und Philosoph, Berlin
Moderation: Johannes Heimrath (Verleger, Herausgeber der Zeitschrift Oya)
Zu den Gästen:
Der Philosoph David Abram ist Autor des Buches „Im Bann der sinnlichen Natur. Die Kunst der Wahrnehmung und die mehr-als-menschliche Welt“. Er prägte für das, was wir „Natur“ nennen, den Begriff der »mehr-als-menschlichen Welt«, deren Sprache sich uns beständig durch sinnliche Erfahrung vermittelt. Dementsprechend entwickelt Andreas Weber eine „Poetik des Lebendigen“, in der der eigene, innere Lebensimpuls zugleich die Bezogenheit auf anderes Leben zum Ausdruck bringt. Shelley Sacks und Hildegard Kurt arbeiten auf dem Feld der Sozialen Plastik, deren künstlerische Werkstoffe in erster Linie das Fühlen, Zuhören und Denken sind, um gesellschaftliche Entwicklungsprozesse anzustoßen.
Was liegt an der Wurzel der menschengemachten Krisen? Die Annahme, die Welt sei ein Ressourcenlager für die Bequemlichkeit der eigenen Spezies, ist so tief in der westlichen Kultur verankert, dass sie uns geradezu zur „zweiten Natur“ geworden ist. Die ökologische Krise ist somit im Grunde eine Wahrnehmungskrise, und Nachhaltigkeit in erster Linie eine kulturelle Herausforderung. Diese wird am 6. März im Zentrum eines gemeinschaftlichen Forschungsprozesses stehen.
In Gesprächskreisen, Dialogen und Workshops zu Naturerfahrung geht es um die Frage, welche Konsequenzen sich daraus ergeben, dass wir die Welt als lebendig und uns selbst immer in Bezogenheit auf anderes Leben erfahren. Eine lebensfördernde Kultur verlangt nach neuen Formen des Wirtschaftens. Aber wie könnte eine auf die Pflege von Gemeinsinn und Gemeingüter ausgerichtete Ökonomie gestaltet sein? Das Symposium möchte ermutigen, eine Praxis „des guten Lebens“ weniger als ferne Utopie zu begreifen, sondern im Hier und Jetzt in jeder sinnlichen Erfahrung umzusetzen und daraus mutige Schlüsse für eine Umgestaltung der Gesellschaft zu ziehen.
Mit:
David Abram, Anthropologe und Philosoph, Alliance for Wild Ethics, Santa Fe, USA
Hildegard Kurt, Kulturwissenschaftlerin, und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit, Berlin
Shelley Sacks, interdisziplinäre Künstlerin, Social Sculpture Research Unit, Brookes University, Oxford, U.K.
Andreas Weber, Autor, Biologe und Philosoph, Berlin
Moderation: Johannes Heimrath (Verleger, Herausgeber der Zeitschrift Oya)
Zu den Gästen:
Der Philosoph David Abram ist Autor des Buches „Im Bann der sinnlichen Natur. Die Kunst der Wahrnehmung und die mehr-als-menschliche Welt“. Er prägte für das, was wir „Natur“ nennen, den Begriff der »mehr-als-menschlichen Welt«, deren Sprache sich uns beständig durch sinnliche Erfahrung vermittelt. Dementsprechend entwickelt Andreas Weber eine „Poetik des Lebendigen“, in der der eigene, innere Lebensimpuls zugleich die Bezogenheit auf anderes Leben zum Ausdruck bringt. Shelley Sacks und Hildegard Kurt arbeiten auf dem Feld der Sozialen Plastik, deren künstlerische Werkstoffe in erster Linie das Fühlen, Zuhören und Denken sind, um gesellschaftliche Entwicklungsprozesse anzustoßen.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin