- Donnerstag, 07. Mai 2009 15.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Tagung: Frauen und Rechtsextremismus
Eine Herausforderung für zivilgesellschaftliches und politisches Handeln
Die Tagung widmet
sich der Frage, was Zivilgesellschaft, Jugendarbeit und Politik tun
können, um Rechtsextremismus aus Geschlechterperspektive
entgegenzutreten. Dass Geschlechtergerechtigkeit letztlich ein Mehr an
Demokratie bedeutet und Gender insofern für die Arbeit gegen
Rechtsextremismus eine relevante Analysekategorie darstellt, liegt der
Tagung als Prämisse zugrunde. Dieser Aspekt wurde bislang jedoch von
der Rechtsextremismusforschung und der Praxis kaum wahrgenommen. Dabei
haben traditionelle Geschlechterrollen gerade in der rechtsextremen
Szene ihren festen Platz. Dass Frauen innerhalb des modernen
Rechtsextremismus eine zunehmend größere Rolle spielen, steht dazu
nicht im Widerspruch. Insbesondere im ländlichen Raum übernehmen Frauen
die Aufgabe, über `soziales Wirken` - verbunden mit einem vermeintlich
unpolitischen Auftreten - Kontakte zu NachbarInnen und KollegInnen
aufzunehmen und diese für die `nationale Sache` zu gewinnen.
Doch wie reagieren Einrichtungen der Jugendarbeit oder die Politik auf dieses Problem? Die ernüchternde Antwort: kaum. Bislang existieren so gut wie keine geschlechtsspezifischen Ansätze für die demokratisch orientierte Projektarbeit - eine Ausnahme stellt das Projekt `Lola für Lulu - Frauen für Demokratie im Landkreis Ludwigslust` der Amadeu Antonio Stiftung dar.
Wir freuen uns auf ExpertInnen aus Theorie und Praxis, die zu verschiedenen Fragen Stellung beziehen: Welche Rolle und Bedeutung haben Frauen im gegenwärtigen Rechtsextremismus? Welche geschlechtsspezifischen Aspekte strukturieren einen Einstieg in und einen Ausstieg aus der rechtsextremen Szene? Wie können diese Erkenntnisse Eingang in die präventive Arbeit finden? Welche Erfahrungen gibt es aus zivilgesellschaftlichen Projekten, die sich der geschlechtsspezifischen Arbeit gegen Rechtsextremismus widmen? Welche Handlungsoptionen gibt es seitens der Politik?
Tagungsflyer (PDF)
Doch wie reagieren Einrichtungen der Jugendarbeit oder die Politik auf dieses Problem? Die ernüchternde Antwort: kaum. Bislang existieren so gut wie keine geschlechtsspezifischen Ansätze für die demokratisch orientierte Projektarbeit - eine Ausnahme stellt das Projekt `Lola für Lulu - Frauen für Demokratie im Landkreis Ludwigslust` der Amadeu Antonio Stiftung dar.
Wir freuen uns auf ExpertInnen aus Theorie und Praxis, die zu verschiedenen Fragen Stellung beziehen: Welche Rolle und Bedeutung haben Frauen im gegenwärtigen Rechtsextremismus? Welche geschlechtsspezifischen Aspekte strukturieren einen Einstieg in und einen Ausstieg aus der rechtsextremen Szene? Wie können diese Erkenntnisse Eingang in die präventive Arbeit finden? Welche Erfahrungen gibt es aus zivilgesellschaftlichen Projekten, die sich der geschlechtsspezifischen Arbeit gegen Rechtsextremismus widmen? Welche Handlungsoptionen gibt es seitens der Politik?