Donnerstag, 09. November 2006 – Samstag, 11. November 2006 In meinem Kalender speichern

Tagung: Heteronormativität und Homosexualitäten. Forschung in Anknüpfung an Michael Pollak, Österreich

Tagung an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz

<b>Ziele</b>:<br> Thematisierung unterschiedlicher Aspekte von lesbischen, schwulen und anderen Lebensformen im Kontext einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept der Heteronormativität als gesellschaftlichem Strukturierungsprinzip Bezugnahme auf Arbeiten Michael Pollaks (1948-1992, Absolvent der Soziologie an der Linzer Hochschule), der unter anderem im Bereich der Schwulenforschung und Sexualpolitik gearbeitet hat Diskussion von Perspektiven zur Entwicklung eines entsprechenden Forschungsnetzwerkes von WissenschafterInnen.<br> <br> <b>Zum Konzept der Heteronormativität</b>:<br> Dieses entwickelt Wirkmacht auf mehreren Ebenen:<br> Es unterstellt, dass Menschen in zwei körperlich und sozial eindeutig unterscheidbare Geschlechter eingeteilt werden könnten; es konstruiert eine einfache, aber künstliche Ordnung von Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen; es grenzt alle nicht heterosexuellen Formen des Lebens, Liebens und Begehrens aus; es strukturiert das Zusammenleben der Menschen auch jenseits der Sexualität und des Begehrens; Heteronormativität schreibt sich als Zwangsprinzip in die gesellschaftliche Arbeitsteilung, in die Institution der Familie, in die herrschenden Geschlechterverhältnisse und Geschlechterbeziehungen sowie in unsere Vorstellungswelt ein.<br> <br> <b>Zielgruppen</b>:<br> Die Tagung richtet sich an Forschende, Studierende und alle Interessierten, die sich aus unterschiedlichsten Positionen mit der Vielfalt nicht-heterosexueller Lebensformen beschäftigen.<br>
Programm (PDF)