Mittwoch, 12. September 2007 09.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Tagung: Kinderwunsch und Lebensplanung. Der Einsatz von Babysimulatoren in der pädagogischen Praxis

Seit einigen Jahren greift die pädagogische Praxis auf computergestützte Babysimulatoren zurück, um in schulischen und außerschulischen Zusammenhängen Mutterschaft bzw. Elternschaft als Lebensentwurf zu thematisieren. Sie stützt sich dabei auf ein in den USA entwickeltes Instrument, das bundesweit in relativ kurzer Zeit eine erstaunliche Verbreitung gefunden hat und eine außergewöhnliche Übereinstimmung zwischen sozialpädagogischen und schulpädagogischen Arbeitsanliegen aufweist.
 
Mit der unabhängigen Evaluationsstudie „Lebensplanung mit dem Babysimulator – Konzepte, Umsetzungen und Reichweite eines sexualpädagogischen Präventionskonzeptes (für Mädchen)“ liegen nun Befunde zur pädagogischen Arbeit mit Babysimulatoren für Deutschland vor.
 
Ziel der Untersuchung waren Ansatzpunkte, wo und wie Jugendhilfe und Schule für Mädchen mit frühem Kinderwunsch biografisch stützend und kinderschützerisch präventiv zusammenarbeiten (können) bzw. wo Grenzen dieser Arbeit abzusehen sind und welche sexualpädagogische Reichweite von einem breiten Einsatz der Babysimulatoren zu erwarten ist.

Dafür wurden mit Mädchen unterschiedlicher Bildungsgänge vor Beginn und mit deutlichem zeitlichem Abstand zur Projekterfahrung Gruppendiskussionen zu Themen wie Mutterschaft, Lebensplanung und Einschätzung des „Elternpraktikums“ durchgeführt. Eine bundesweite quantitative Befragung zu Verbreitung, Konzepten und Kooperationsansätzen wurde durch Leitfadeninterviews mit MultiplikatorInnen der Praxis ergänzt wurden. Unabhängig davon wurden die Prämissen und Ausbildungskonzepte der MultiplikatorInnenschulungen von drei Standorten analysiert.
 
Die Tagung wird die zentralen Befunde der Studie kommunizieren und deren praktische Konsequenzen in themenzentrierten Workshops diskutieren.

Flyer (PDF)
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