Samstag, 11. Juli 2009 16.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Talk: Was soll das Theater?

Was kann Drag auf der Bühne zur Abschaffung der Zweigeschlechterordnung beitragen?

Warum wedeln Drag Kings oder Tunten auf Bühnen mit Gummischwänzen oder Federboas und bewerfen das Publikum mit Glitzer und Bananen? Wer zieht sich da aus oder um und warum? Was hat das mit Politik zu tun?

Seit den 90er Jahren gelten Drag und Geschlechterparodie in linken/feministischen/queeren Zusammenhängen als subversive Strategie. Durch das bewusste Aufführen von «Geschlecht», so die Idee, werden Normen verschoben und die Zweigeschlechterordnung in Frage gestellt. Immer wieder wird jedoch auch Kritik an dieser Überzeugung laut: Kann eine Bühnenperformance wirklich etwas an alltäglichen Geschlechternormen ändern? Oder werden hier nicht wieder nur «Freaks» produziert, von den sich das Publikum die eigene «Normalität» bescheinigen lassen kann? 

Im Rahmen des Gender Happening lädt Wigstöckel zu einer Diskussionsrunde ein, in der der Frage nachgegangen werden soll, inwiefern Bühnenperformance Einfluss auf Alltagspraxen nimmt.

Wigstöckel e.V. versammelt trans*- und intergeschlechtliche sowie queer lebende Menschen verschiedenster Lebensweisen, Drag Kings und Queens, Inbetweens, Crossdresser und alle anderen, die sich mit Trans*- /Genderthemen und unterschiedlichen Inszenierungen von Geschlecht auseinandersetzen möchten.
Gender-Happening