Donnerstag, 19. April 2012 18.00 – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern

`Top Girls, Alphamädchen und germanische Emanze` – zum `Wir` der neuen deutschen Feminismen

Ringvorlesung: `Let's talk about Gender und Diversity als berufliche Schlüsselkompetenzen`

`Wir brauchen einen neuen Feminismus`! Spätestens seit dieser Überschrift eines Artikels der `Zeit` (2006), zu der sich viele in der Öffentlichkeit stehenden Frauen äußerten, wird intensiv über neue Feminismen debattiert. In deutschen Medien werden seit etwa zehn Jahren neue feministische `Wir's` konstituiert. Und das obwohl `der` Feminismus einerseits immer wieder totgesagt wurde und andererseits das `F-Wort` im Mediendiskurs als Schimpfwort galt. Aktuelle Diskussionen über die `Latte-Macchiato Mütter`, `Wir Alphamädchen`, `Die neue F-Klasse`, `Schwestern` und `Neue deutsche Mädchen` lassen aufhören. Mit dem Phänomen eines neuen Feminismus setzten sich auch Wissenschaftler_innen auseinander: `Top Girls`, `neoliberale Emanzen`, `Post-Feminismus`, `Elitefeminismus` oder `konservativer Feminismus` sind einige Stichwörter.
In dem Vortrag wird gezeigt, welche feministischen `Wir's` in der neuen `Frauenemanzipationswelle` angerufen werden. In der Verschränkung verschiedener sozialer Ungleichheitskategorien (z.B. Geschlecht und Herkunft) wird dabei deutlich gemacht, welche Machtverhältnisse auch innerhalb von Frauengruppen bestehen. Dabei wird in dem Vortrag entlang der Differenzen Herkunft/Nation/Staatsbürgerschaft, sexueller Orientierung/Lebensformen und Klasse/Milieu analysiert, wie Über- und Unterordnungen zwischen Frauen hergestellt werden, die letztlich als Argumente zur Stärkung der eigenen kulturellen Dominanz dienen.

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