Gespräch Montag, 08. Juni 2020 /
Hamburg

trans*im Arbeitsleben

Digitale Gesprächsrunde aus der Reihe arbeit global

Urheber/in: W3 Werkstatt für internationale Kultur und Politik. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mo., 08. Juni 2020,
18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
➽ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
frei
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg (Umdenken)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Das in der Gesellschaft verankerte Modell von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit benachteiligt Menschen, die sich nicht eindeutig geschlechtlich verorten können oder wollen, und stellt deren Existenz infrage. Es führt zur Ausgrenzung derjenigen Menschen, deren Geschlechtsidentität, Körpermerkmale oder Geschlechtsausdruck nicht den sozialen Erwartungen entspricht, und hindert sie an der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit. So sind viele trans*, inter*, nichtbinäre und gendernonkonforme Personen auf der ganzen Welt immer noch einer starken Diskriminierung ausgesetzt. Auch in Europa ist dies häufig in Form von Drohungen, Ausgrenzungen, sozialem Ausschluss, Spott, Beleidigungen sowie physischer und psychischer Gewalt der Fall. Dies betrifft alle Bereiche des täglichen Lebens, den Zugang zu Bildung und anderen Gütern sowie Dienstleistungen.

Menschenwürdige Arbeit für alle gibt es nicht ohne Chancengleichheit und Gleichbehandlung in der Beschäftigung. Auch beim Zugang zum Arbeitsmarkt und bei Karrierechancen werden trans* Menschen, die nicht cis-geschlechtlich sind, benachteiligt. Sie sind deutlich häufiger von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen und erfahren Benachteiligungen im Beruf – z.B. erschwerte Bedingungen in Bewerbungsverfahren, Mobbing am Arbeitsplatz oder Hindernisse beim beruflichen Aufstieg. Inwieweit sind bestehende Arbeitskontexte diskriminierend gegenüber trans*, nichtbinären und gendernonkonformen Menschen? Welche Folgen hat dies für die Betroffenen und wie gehen sie mit dieser Situation um? Was können Kolleg*innen und Arbeitgeber*innen tun, um eine respektvolle, inklusive Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der jede Geschlechtsidentität offen gelebt werden kann?

Mit

Tsepo Andreas Bollwinkel denkt, forscht, schreibt und lehrt zu Schwarzer Identität, Dekolonisierung, Intersektionalität und sexueller Orientierung/geschlechtlicher Identität. Er ist eine nicht binäre Person mit Transitionsgeschichte, male performing.
www.tsepo-bollwinkel-empowerment.de

Cornelia Kost ist Sprecherin der LAG Queer-Grüne bei Bündnis 90/Die Grünen Hamburg. Sie arbeitet als Psychotherapeutin und ist eine langjährige Aktivistin in der trans*-Szene. 2019 erhielt Cornelia Kost den Pride Award. Sie wird dort folgendermaßen gewürdigt: „Sie leistet bei vielen Veranstaltungen für Gruppen oder Multiplikator*innen wichtige Aufklärungsarbeit zu trans, Intergeschlechtlichkeit, Abinarität/Nicht-Binärität und geschlechtlicher Vielfalt generell. Damit trägt Sie zur Sichtbarkeit von Menschen bei, die aufgrund ihrer geschlechtlichen Verortung häufig ausgegrenzt, diskriminiert oder schlicht nicht gesehen werden. Sie baute maßgeblich das Angebot 4be TransSuchtHilfe (sprich: for be) in Hamburg mit auf, dass Beratung und Unterstützung sowie weiterführende Hilfen in Suchtfragen sowohl für alle trans, abinären/nicht binären und genderdiversen Menschen als auch für deren Angehörigen, Partner*innen und Familien bietet.“

Albert Kehrer ist Diversity-Experte, Coach und Vorstand der PROUT AT WORK-Foundation für mehr LGBT*IQ-Diversity in der Arbeitswelt. Seit zwei Jahrzehnten, mit individuellen Methoden, auf vielen Wegen unterstützt Kehrer von Unternehmen bis Individuum all jene, die ihre Fragen durch Antworten zu Diversity ersetzen wollen. www.proutatwork.de

K* Stern (ohne Pronomen) ist Heilpraktiker*in für (Körper)Psychotherapie mit eigener Praxis für Einzelpersonen und Paare/Polybeziehungen in Hamburg und verfügt daneben über mehrjährige Erfahrung in der professionellen Trans*beratung am Magnus-Hirschfeld-Centrum Hamburg sowie für Trans*Recht e.V. in Bremen. K* Stern arbeitet zu den Themen Geschlechtsidentität, Körper, Gesundheit, Beziehung und Sexualität. K* Stern bietet Workshops und Seminare für trans* und nichtbinäre Menschen, An-/Zugehörige und Gruppen sowie Supervision und Fortbildungen für Fachkräfte.
Mehr Informationen und aktuelle Veröffentlichungen unter www.praxis-kstern.de

 

Hinweise zur Teilnahme:

  • Die Gesprächsrunde findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken wir am Tag der Veranstaltung an alle, die teilnehmen möchten, per Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung zur Veranstaltung bis Montag, den 8.6.2020 10 Uhr über info@w3-hamburg.de
  • Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Die Nutzung von Kamera oder Headset seitens der Teilnehmenden ist optional. Fragen, eigene Erfahrungen und Anmerkungen können alternativ auch über die Chat-Funktion eingebraucht werden und sind herzlich willkommen.
  • Zur Durchführung der online-Veranstaltung nutzen wir das Programm ZOOM. Der Zugangslink führt bei erstmaliger ZOOM-Nutzung zum Download eines Client-Programms, das jedoch nicht zwingend installiert werden muss. Alternativ kann der Veranstaltung auch über den Browser beigetreten werden. Hierfür einfach den Link “Treten Sie mit Ihrem Browser bei” nutzen. Für eine stabile Verbindung über den Browser empfehlen wir, den Browser Google Chrome oder Microsoft Edge zu nutzen. Alternativ kann über Smartphone oder Tablet auch die entsprechende App “ZOOM Cloud Meetings” genutzt werden.
  • Die Veranstaltung ist bereits 15 Minuten vor Beginn geöffnet. Nutzt diese Zeit gerne, um euch entspannt einzuloggen und euch ein wenig mit dem Programm vertraut zu machen.
  • Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet. Bitte verzichtet mit Rücksicht auf die Referent*innendarauf, Screenshots und Mitschnitte von der Veranstaltung anzufertigen.
  • Für die Veranstaltung gelten folgende Datenschutzbestimmungen: https://boell-hamburg.de/de/2018/05/25/datenschutz
  • Die bei der Anmeldung mitgeteilten personenbezogenen Daten (Name, E-Mailadresse) dienen dem Zweck der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen. Sie werden von der W3 – Werkstatt für Internationale Kultur und Politik e.V. zur Teilnahmeverwaltung, das beinhaltet ggf. auch die Kontaktaufnahme nach der Veranstaltung bzgl. der Veranstaltung, gespeichert und verarbeitet sowie an die Kooperationspartnerin Heinrich Böll Stiftung Hamburg weitergegeben. Zur Dokumentation gegenüber Förder*innen werden Veranstaltungsunterlagen 10 Jahre lang aufbewahrt. Hier geht es zur Datenschutzerklärung der W3.
  • Für die Verwendung der Software ZOOM übernehmen die Veranstalter*innen keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von ZOOM können hier eingesehen werden: https://zoom.us/de-de/privacy.html
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

 

Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global, einer Veranstaltungsreihe der W3 - Werkstatt für Kultur und Politik in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Hamburg und dem Museum der Arbeit Hamburg