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Dienstag, 23. April 2024 13.00 – 16.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Traumasensible Arbeit mit geflüchteten Kindern-und Jugendlichen

Fortbildungs-und Vernetzungsveranstaltung

23.04., 13.00 – 16.30 Uhr

Kulturhaus Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt

Teilnahme kostenlos

Junge geflüchtete Menschen sind zahlreichen belastenden Faktoren ausgesetzt, die sich negativ auf ihre Psyche auswirken können. Dabei sind es nicht nur traumatische Erlebnisse vor oder während der Flucht, die belastend wirken, sondern auch diejenigen, die nach der Einreise wirken: Aufenthaltsrechtliche Unsicherheit, rassistische Diskriminierung, Trennung von der Familie – um nur einige zu nennen – stellen große Probleme in der Lebenswirklichkeit der jungen Menschen dar. Eine bedarfsorientierte jugendhilferechtliche Betreuung und Versorgung kann im engen Austausch mit niedergelassenen Therapeut*innen, den örtlichen PSZ, Selbstorganisationen und weiteren Akteuren ein wichtiger Schutzfaktor für die mentale Gesundheit sein.


Input:

Trauma, Flucht, Minderjährigkeit. Zur Lebenssituation junger geflüchteter Menschen und ihrem Zugang zu psychosozialer Versorgung.

Lennart Scholz, BumF e.V.

Der Input richtet den Blick auf diese Lebenssituation und stellt dar, welcher rechtliche Anspruch auf jugendhilferechtliche Unterstützung besteht, was Fachkräfte der Jugendhilfe für die psychosoziale Versorgung leisten können und wie therapeutische Hilfen zu erhalten und zu beantragen sind.


Workshop: Früherkennung von Traumatisierung und Hilfebedarf- Schulung zum Screening Fragebogen

Katy Pastohr, Marie-Luise Morgenstern, refugio thüringen e.V

Warum verhält sich das Kind so? Wann ist psychotherapeutische Hilfe nötig? An wen können wir weiter verweisen?

Nicht jede geflüchtete Person ist traumatisiert oder leidet an einer Traumafolgestörung. Aber: Die Zahl der Geflüchteten, die an einer Traumafolgestörung leiden, ist nicht niedrig. Verschiedene Untersuchungen gehen von Zahlen zwischen 30 - 50% aus (vgl. Bozorgmehr 2016).
Insbesondere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, besondere Schutz- und Hilfebedarfe rechtzeitig zu erkennen.
So kann eine Chronifizierung der Beschwerden verhindert werden. Auch im Asylverfahren können dann geeignete Hilfen zur Verfügung gestellt werden.

Mittels eines Screeningfragebogens ist eine erste Einschätzung auch Nicht-Fachkräften im Alltag schnell und unkompliziert möglich.

Wie das funktioniert, und wie mit den Ergebnissen umgegangen werden kann, soll in unserem Workshopvermittelt werden.
Zusätzlich wird ein kurzer Einblick in Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Seele im Rahmen der „Trauma-Toolbox“ gegeben.


Ansprechpartnerin

Helene Hoffmann

Bundesfreiwilligendienst Politik

Telefon: 0361-5553257

E-Mail: buero@boell-thueringen.de


 

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Thüringen