Montag, 13. Juni 2005 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

TÜRKISCHE ENERGIEPOLITIK UND DEUTSCHE EXPORTE:

EINE NACHHALTIGE MISCHUNG?

Trotz erfolgreicher Proteste der türkischen Bevölkerung und einem enormen Potential für regenerative Energien finden sich im türkischen Energiesektor zahlreiche Beispiele für den Rückfall in eine Umweltpolitik der 70er Jahre. Der bevorstehende Bau des Ilisu-Staudamms im Südosten der Türkei ist ein Paradebeispiel der türkischen Energiepolitik: Das unter menschenrechtlichen und ökologischen Gesichtspunkten hoch umstrittene Projekt wurde vor zwei Jahren aufgrund des Drucks türkischer und internationaler Proteste zunächst einmal zu den Akten gelegt. Wenn das Kartellamt in Brüssel im Juli der Übernahme zustimmt, soll Siemens durch seine Tochterfirma VA Tech als Konsortiumsführer den Bau des Ilisu- Staudamms durchführen – zugleich ist Siemens aussichtsreichster Bewerber für das erste Atomkraftwerk der Türkei. <br><br> Veranstalter:<br> Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED); Heinrich Böll Stiftung