Dienstag, 11. September 2012 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Über Leben im Nordkaukasus

Zivilgesellschaftliche Akteure berichten

Die Situation im Nordkaukasus wird in Russland und in der internationalen Öffentlichkeit nur sporadisch wahrgenommen. Positive Nachrichten sind selten, meist gerät die Region durch Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in die Schlagzeilen. Viele Menschen werden Opfer der Gewaltspirale zwischen unkontrollierter Staatsmacht und terroristischen Gruppen; Morde an Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtlern erzeugen eine Atmosphäre der Angst, Unsicherheit und Unterdrückung.

In dieser Situation haben es unabhängige zivilgesellschaftliche Akteure besonders schwer: Meist werden sie verdächtigt, Vaterlandsverräter und „Spione des Westens“ zu sein.  Dennoch gibt es in allen nordkaukasischen Republiken zahlreiche Initiativen, die sich für den Schutz vor Willkür, für Bildungsangebote und für eine zivile demokratische Kultur engagieren.
Wir haben vier Gäste aus Dagestan, Tschetschenien und Kabardino-Balkarien eingeladen, uns einen tieferen Einblick in die gegenwärtigen Entwicklungen in den nordkaukasischen Teilrepubliken und in ihre eigene Arbeit zu gewähren. Welche Freiräume gibt es für zivilgesellschaftliches und politisches Engagement? Wie stark ist der Druck von offizieller Seite? Und welche (Über-)Lebensstrategien entwickeln Menschen?

Mit:
Elena Denisenko, Juristin, Memorial, Dagestan
Azret-Ali Afov, Internationales Rotes Kreuz, Kabardino-Balkarien
Marina Seferova, Dagestan
Fatima Gudieva, NGO Denial, Tschetschenien
Moderation: Dana Jirous, OWEN - Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung e.V.
* angefragt