Online-Diskussion

Dienstag, 29. März 2022 15.00 – 16.30 Uhr In meinem Kalender speichern

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Umweltverantwortung in Lieferketten - Einblicke aus Lateinamerika

Diskussion zum EU-Vorschlag für eine horizontale Sorgfaltspflichtgesetzgebung im Hinblick auf ihre möglichen Auswirkungen in Lateinamerika

enviromental responsability

 

Verunreinigung des Trinkwassers, Verlust von Lebensgrundlagen durch die Verschmutzung von Flüssen und Böden: Schwere Umweltschäden infolge unverantwortlicher Geschäftsaktivitäten sind in vielen Ländern Lateinamerikas weit verbreitet. Häufig landen die in diesem Zusammenhang abgebauten Mineralien in europäischen Autos, Elektronikgeräten usw.

Um das Verantwortungsbewusstsein von Zulieferern zu fördern, hat die EU-Kommission am 23. Februar 2022 zur Lieferkettenregulierung einen Richtlinienvorschlag über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit veröffentlicht. Zum ersten Mal soll dabei eine ökologische Sorgfaltspflicht rechtsverbindlich festgeschrieben werden. Diese ökologische Sorgfaltspflicht könnte, sollte sie richtig umgesetzt werden, die Zerstörung wichtiger Ökosysteme verhindern und gleichzeitig ein grundlegendes Instrument sein, um damit verbundene Menschenrechtsverletzungen zu vermeiden. Unter Bezugnahme auf eine kürzlich von der Zivilgesellschaft in Lateinamerika und Europa durchgeführte Studie über die Anforderungen an eine wirksame Sorgfaltspflicht im Umweltbereich sollen der Richtlinienvorschlag mit seinen Stärken und Schwächen diskutiert sowie mögliche weitere Schritte analysiert werden, damit die Richtlinie wirksam werden kann. Dabei sollen folgende Fragen diskutiert werden:

  • Was beinhaltet der Richtlinienvorschlag in Bezug auf die umweltbezogene Sorgfaltspflicht? Inwieweit unterscheidet er sich von bereits bestehenden, ähnlichen Gesetzgebungen der Mitgliedstaaten?
  • Was halten die Akteure der Zivilgesellschaft für besonders wichtig, damit die ökologische Sorgfaltspflicht vor Ort Wirkungen entfalten kann? Wie lassen sich mögliche negative Nebeneffekte verhindern?
  • Was muss der europäischen Gesetzgebung hinzugefügt werden, um die ökologische Sorgfaltspflicht wirksam umzusetzen?
  • Welche Akteure müssen sich engagieren?

Format:

Online-Diskussion, mit Live-Streaming, Facebook live und Youtube sowie Aufzeichnung der Veranstaltung.
Diskussion mit Simultanübersetzung Spanisch – Englisch/Deutsch

Datum und Uhrzeit: 29. März, 15 Uhr MESZ (8 Uhr Bogotá/Lima - 10 Uhr Santiago de Chile)

Dauer: 1,5 Stunden

Ablauf:

  • Einführung: Anna Cavazzini, MdEP (Greens/EFA)
  • Vorstellung der Studie "Environmental Responsibility through Supply Chains" – 20 Min.
    • Fabiola Vargas (CENDA)
    • Andrés Angel (AIDA)
    • Juan Diego Espinosa (Business and Human Rights Resource Center)
  • Podiumsdiskussion - 50 Min.
    • Elke Winter-Mes (Europäische Kommission - DG Justice)
    • Guus Houttuin (Europäische Kommission - EEAS)
    • Andrés Angel
    • Alejandro Garcia Esteban (European Coalition for Corporate Justice)

Abschließende Kommentare

Moderation: Johanna Sydow (Germanwatch)

Zeitzone
CEST
Adresse
▶ Online-Veranstaltung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Bogota - Kolumbien
Sprache
Deutsch
Englisch
Spanisch
Simultanübersetzung
Livestream
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