Fachkonferenz
- Freitag, 06. Mai 2022 13.30 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Unbreak my Heart - warum wir das Theater lieben!?
Fachkonferenz für junge Theaterschaffende
Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht!
Livestream ab 14 Uhr unter www.boell.de/livestream
UNBREAK MY HEART - Kann es wirklich Liebe sein? Trotz prekärer Verhältnisse, veralteter Machtstrukturen und unsicherer Berufsaussichten wollen junge Künstler:innen an die Stadttheater und in die Freie Szene. Warum eigentlich?
Wir haben Menschen aus drei Theatergenerationen eingeladen, um über Beweggründe, Dringlichkeiten und über das, was in uns brennt, zu sprechen. Miteinander. Und wie wir diese Liebe auch in postpandemischen Zeiten bewahren können.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung über den obigen Anmeldebutton möglich.
Es fallen keine Teilnahmegebühren an.
PROGRAMM
14:00 - 14:50 Uhr
VERLIEBT, VERLOBT, VERHEIRATET - EIN GANZES LEBEN IM THEATER
Gespräch mit
Beate Heine (Chefdramaturgin Schauspielhaus Hamburg) und
Sabine Zielke (Dramaturgin Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz)
Moderation: Jessica Weisskirchen
Können die Bretter ein ganzes Leben lang die Welt bedeuten? Beate Heine und Sabine Zielke sind dem Theater treu geblieben. Zwei Frauen mit unterschiedlichen Karrierewegen, die alles schon einmal gesehen haben. Was sind ihre Strategien, welche Kompromisse sind sie eingegangen und worin liegt ihre Motivation?
15:00 – 15:50 Uhr
LOVE INTEREST - WILLST DU MIT MIR GEHEN?
Gespräch mit
Dr. Anna Luise Kiss (Rektorin Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) und Eva Lange (Intendantin Landestheater Marburg gemeinsam mit Carola Unser)
Moderation: Lena Katzer
Jetzt sind sie da, die Frauen in Führungspositionen! Aber der Weg dorthin war nicht leicht. Anna Luise Kiss und Eva Lange haben sich auf den Marsch durch die Institutionen eingelassen. Welche Kämpfe mussten sie bestehen? Welche Widerstände haben sie überwunden? Und wie haben sie dabei ihre Liebe zum Theater bewahrt?
16:30-18:00 Uhr
SCHAU MIR IN DIE AUGEN BABY! WAS BRENNT IN DIR?
u.a. mit Theresa Thomasberger, Josefine Witt, Sarah Claire Wray, Carolina Cesconetto, Eunsoon Jung ( hfs_ultras, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin), Fatou Jupiter Touré & Saliou Waa Guendoum Sarr (Cheikh Anta Diop Universität, Dakar), Karolin Jürise (Vat Teater, Tallinn)
Roundtable für alle – Moderation: Christian Römer & Tmnit Zere
Was brennt in Dir? Warum Theater? Warum jetzt?
Auf diese Fragen antworten die Regiestudentinnen des Kollektivs hfs_ultras und junge Theaterschaffende aus Dakar und Estland in kurzen persönlichen Statements. Ein partizipatives Forum, das die Konferenzteilnehmenden einlädt, diese Fragen gemeinsam zu verhandeln. Wir wollen wissen was in Euch brennt!
Carolina de Araújo Cesconetto, geboren 1993, ist Komponistin und Theater/Musiktheater- Regisseurin. In Curitiba (Brasilien) absolvierte sie ihr Studium für Komposition und Dirigieren an der „Escola de Musica e Belas Artes do Paraná“. In Brasilien arbeitete sie als Musiklehrerin und hat in verschiedenen Musikprojekten und Installationen mitgewirkt. In Berlin studierte sie Regie an der „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“ und konnte unterschiedliche Projekte entwickeln und an diversen Produktionen teilnehmen, u.a. auf Kampnagel und der Deutschen Oper Berlin. Als Komponistin und Regisseurin verwirklichte sie am Haus der Kulturen der Welt mit „Minuto Opera“ eine selbstkomponierte Opern-Installation und an der Volksbühne Berlin das Stück „Schwarze Erde“. Zuletzt inszenierte sie ,,Finsternis” im Altonaer Theater und zeigte ihren kurzen Film „Fear 4 Vier“ bei den Schiller-Tagen im National Theater Mannheim. Seit Januar ist sie Chorleiterin bei dem brasilianischen Chor Chorcovado in Hamburg. Als Mitglied der @hfs_ultras setzt sie sich im Kollektiv FÜR Feminismus, GEGEN partiarchale und hierarchische Strukturen im Theater-/Film-/Schauspiel-Betrieb ein.
Karolin Jürise lebt und arbeitet in Estland als Schauspielerin für Theater und Film. Sie studierte Schauspiel an der Universität Tartu/ Kulturakademie Viljandi und schloss ihr Studium im Jahr 2019 ab. Zuerst arbeitete sie freiberuflich, seit 2021 ist sie festes Ensemblemitglied des VAT Teater, Tallinn.
Eunsoon Jung, geboren 1986 in Seoul, studiert seit 2017 Schauspielregie an der HfS Ernst Busch. Zuvor hat sie als Schauspielerin bei der Theatergruppe 'Sadari Movement Laboratory' weltweit gespielt, nachdem sie an 'Seoul Institute of the Arts' Schauspiel studiert hat. Sie beschäftigt sich mit dem Thema ‘Rassismus, Sexismus und Widerspruch’ in ihren Inszenierungen ’Mein Goldener Drache’ (2018 im bat), ‘VOGEL+FREI’ (2020 Volksbühne Berlin)und ‘Hass Theater’ (2021 beim Seoul Marginal Theatre Festival). Im Moment bereitet sie sich auf eine Installation an der HfS vor, die zwischen dem 2. und 7.Mai 2022 veröffentlicht wird.
Lena Katzer, Jahrgang 1995, kommt aus den Gewerken zur Kunst. Seit ihrer Ausbildung zur Herrenschneiderin an den Städtischen Bühnen Frankfurt arbeitet sie unter anderem als Kostümbildnerin. Seit 2017 studiert sie Schauspielregie an der HfS Ernst Busch. Ihre Diplominszenierung KATZER’S ENGEL wird im Juli 2023 in den Wasserspeichern des Prenzlauer Bergs zur Premiere kommen.Für das Nationaltheater Mannheimer entstand in Kooperation mit der Brauerei Eichbaum die Johanna von Orleans Bearbeitung „Denn eins steht fest. Ein Eichbaum.“ Für den Leipziger Hörspielsommer 2021 bearbeitete sie Jörg Fausers Fragment „Die Tournee“. Sie ist Teil des Regiekollektivs hfs_ultras.
Saliou Waa Guendoum Sarr, ist multidisziplinärer Künstler und als Musiker, Regisseur und Schauspieler tätig. An der Cheikh Anta Diop Universität studierte er Soziologie und war bereits während der Schulzeit Teil einer Theatergruppe. “Au pays des Bwakanambé”, “Le chemin de l'exil” “Maliyam, enfant du vent” sind einiger seiner Theaterproduktionen. Sein Filmdebüt “Life Saaraba Illegal” (2016) verfolgt über acht Jahre die turbulente Migrationsgeschichte zwei senegalesischer Brüder von Senegal nach Spanien. Als Filmschauspieler war er zuletzt in der französisch-senegalesischen Produktion Yao (2018) zu sehen. 2020 eröffnete er das Kulturzentrum “KENU - LAB’Oratoire des Imaginaires”.
Theresa Thomasberger, geboren 1992 in Österreich, studierte Schauspielregie an der HfS Ernst Busch, Sprachkunst und Szenisches Schreiben an der Universität für Angewandte Kunst Wien und der UdK Berlin sowie Philosophie an der Universität Wien. Im März 2022 zeigte sie ihre Diplominszenierung PUSSY, KING OF THE PIRATES nach Kathy Acker im Berliner Arbeiter*innen Theater. Sie inszenierte u.a. die Uraufführung von Svenja Viola Bungartens mit dem Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkt ausgezeichneten Text MARIA MAGDA am Theater Münster sowie Klaus Theweleits MÄNNERPHANTASIEN an der Volksbühne Berlin. Für das Nationaltheater Mannheim entstand der Kurzfilm GEISTERSPIELE: NÄNIE in Kooperation mit SCHIEFER Film. Im Oktober 2022 inszeniert sie die Uraufführung von Rebekka Kricheldorfs neustem Text am Theater Heidelberg. Mit Carolina de A. Cesconetto, Eunsoon Jung, Lena Katzer, Josephine Witt und Sarah Claire Wray bildet sie das Kollektiv hfs_ultras.
Fatou Jupiter Touré ist Schauspielerin und Regisseurin. An der Cheikh Anta Diop Universität studierte sie Philosophie und Anglistik und absolvierte am Medienzentrum Forut eine Film- und Regieausbildung. Zum Theater ist sie nach der Schulzeit gekommen, war während des Studiums Teil verschiedener Theatergruppen und absolvierte eine einjährige Residenz am Nationaltheater Daniel Sorano. Dem senegalesischen Publikum ist sie vor allem durch Ihre Rollen in den Serien “C’est la vie”, “Golden” oder “Jigeen Vies de Femmes” bekannt.
Josephine Witt studiert Schauspielregie an der HfS Ernst Busch und wird im Dezember 2022 ihre Diplominszenierung zeigen. Sie ist Teil des Regiekollektivs hfs_ultras. In der Vergangenheit engagierte sie sich als feministische Aktivistin mittels öffentlichkeitswirksamer Protestaktionen. Zuletzt arbeitete sie u.a. an der Berliner Volksbühne, am Berliner Ensemble, am National Theater Mannheim und am Theater Bielefeld.
Sarah Claire Wray ist Autorin und Regisseurin. Ihre Videoarbeiten sowie Theaterstücke wurden u.a. im Haus der Kulturen der Welt, im Haus der Berliner Festspiele, im Seoul Institute of the Arts und beim Black Reels Film Festival gezeigt. Sie veröffentlichte Lyrik, Drama und Kurzprosa in Magazinen und Anthologien. Ihr Lyrik Band „sieben utopische dinge“ ist im Dezember 2021 bei Parasitenpresse erschienen.
Kuratorisches Team: Lena Katzer, Christian Römer, Jessica Weisskirchen, Tmnit Zere
Die Fachkonferenz UNBREAK MY HEART- Warum wir das Theater lieben!? findet am Freitag, dem 06. Mai 2022 von 13.30 bis 18.00 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung statt.
- Adresse
-
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Teilnahmegebühren
- Eintritt frei