Donnerstag, 29. März 2012 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Utopie-Station: Die Ruinen der Zukunft

Über Erinnerung und Fortschritt

Reihe Utopiestation

Geschichte ist immer die Geschichte der Sieger, schrieb Walter Benjamin. Was wird also einmal von uns bleiben? Welche Errungenschaften, welche unserer Kämpfe werden in der Zukunft erinnerungswürdig sein? Fukushima, Facebook, Angela Merkel – welche Namen werden es in die Gesichtsbücher schaffen? Wie wir uns erinnern, bestimmt auch, wie wir uns die Zukunft vorstellen. Gerade der Begriff der Geschichte ist wie kaum ein anderer in den letzten zwanzig Jahren hinterfragt und variiert worden: Postkolonialismus und Dekonstruktion haben die eine Geschichte durch viele, oft widersprechende Geschichten ersetzt und Philosophen fragen sich angesichts der digitalen Datenfluten, wie wir das Vergessen wieder lernen können. Und doch ist das Geschichteschreiben seit Barack Obama wieder angesagt.

Ein utopischer Salon über Erinnerungskulturen, lebendige Geschichte und den sozialen Fortschritt.

Mit dem Autor Dietmar Dath, dessen neues Buch „Der Implex“ (mit Barbara Kirchner) im Februar bei suhrkamp erscheint, mit Clementine Deliss, der neuen Leiterin des Museum der Weltkulturen in Frankfurt/Main und mit dem Kulturwissenschaftler Thomas Macho (Humboldt Universität, Berlin)

Moderation: Adrienne Goehler, Musik: Oliver Augst mit Marcel Daemgen

Das Projekt Utopie-Station ist eine Fortsetzung der gleichnamigen Reihe, die in der Spielzeit 2010/2011 am Nationaltheater Mannheim in Kooperation mit dem Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen und der Heinrich-Böll-Stiftung (Bund und Landesstiftung Baden-Württemberg) begann.

Nationaltheater Mannheim