Dienstag, 15. Mai 2012 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Utopie Station: Gott und Vaterland

Braucht unsere Gesellschaft Religion und wenn ja, wieviel?

Eine Diskussion mit der evangelischen Theologin Ellen Ueberschär, dem Religionssoziologen Paul M. Zulehner, der Rechts- und Religionswissenschaftlerin Hamideh Mohagheghi (angefragt) sowie dem jüdischen Publizisten Rafael Seligmann (angefragt).
Moderation Adrienne Goehler, Musik: Oliver Augst und Marcel Daemgen

Die Veranstaltung am 15. Mai (unmittelbar vor der Eröffnung des Katholikentags in Mannheim) widmet sich der Rolle der Religionen für das Politische und für unser Zusammenleben. Während die Angst vor religiösem Fanatismus zur Infragestellung von ehemals hart erkämpften Freiheitsrechten führt, gehört es für Politiker wieder zum guten Ton, sich zu seinem Glauben zu bekennen. Der Papst darf im Bundestag reden, und zwar nicht als Staatsoberhaupt, sondern als moralische Instanz. Währenddessen kommt durch den Zuzug islamischer MitbürgerInnen und das Erstarken der Religiosität unter den MigrantInnn eine neue Form gelebter Religiosität im deutschen Alltag an.

 

Wie halten wir es mit dem Glauben unserer und unseres Nächsten? Wie wichtig ist Religion für das politische Leben? Über hundert Jahre nachdem in Europa die erste laizistische Demokratie begründet wurde, spielt die Religion im öffentlichen Leben Deutschlands eine zunehmend größere Rolle. Ist eine Gesellschaft ohne Religion heute denkbar, geschweige denn wünschenswert? Braucht unsere Gesellschaft Gott und wenn ja, wie viele?

Zugesagt haben bereits der Kirchensoziologe, Theologe und Priester Paul M. Zulehner, eine der wichtigen Reformstimmen innerhalb der katholischen Kirchen und die evangelische Theologin Ellen Ueberschär (Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Fulda). Angefragt ist außerdem der jüdische Publizist Rafael Seligmann und die Rechts- und Religionswissenschaftlerin Hamideh Mohagheghi.

Nationaltheater Mannheim