- Donnerstag, 18. September 2008 15.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Vergewaltigungen als Kriegswaffe
Zur Lage der Frauen in der Demokratischen Republik Kongo
Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lädt mit Unterstützung von medica mondiale e. V. zu einer Informationsveranstaltung ein:
Trotz internationaler Hilfen hat sich die Lage der Frauen im Ostkongo nicht verbessert, sondern in den letzen Monaten weiter zugespitzt. medica mondiale erfährt täglich von ihrer Partnerorganisation PAIF, dass Frauen massiver Gewalt in Form von systematischen Vergewaltigungen ausgesetzt sind, die bewusst als Terrorinstrument gegen Frauen und ganze Dorfgemeinschaften eingesetzt werden. Dabei geht die Gewalt nicht mehr ausschließlich von Soldaten und Milizen aller Couleur aus, sondern ist auch innerhalb der Zivilgesellschaft zum alltäglichen Instrument der Unterdrückung von Frauen geworden.
Menschenrechtsverteidigerinnen, die versuchen Vergewaltiger vor Gericht zu bringen und Frauen mit psycho-sozialen Angeboten zu stärken, werden massiv bedroht und vertrieben. Auch UNFriedenssoldaten begehen Menschenrechtsverletzungen und trotz der von der UN proklamierten Null-Toleranz-Richtlinie, werden Frauen und Mädchen weiterhin durch internationale Friedenssoldaten sexuell ausgebeutet und missbraucht. Wir wollen mit Ihnen gemeinsam erörtern, welche Maßnahmen wirklich sinnvoll sind und den Frauen direkten Nutzen bringen. Die Forderungen kongolesischer Frauenorganisationen werden dabei von Referentinnen eingebracht, die in der Region leben und arbeiten.
Es diskutieren:
Selmin Caliskan, Referentin für Menschenrechte und Politik bei medica mondiale e. V.: Einführung und Moderation
Kerstin Müller, MdB, außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen befasst sich seit ihrer Zeit als Staatsministerin im Auswärtigen Amt (2002-2005) intensiv mit der Lage im Kongo – insbesondere mit der Situation der Frauen.
Karin Griese, Traumaexpertin bei medica mondiale e. V. spricht zum Thema „psycho-soziale Gesundheit von Frauen nach Vergewaltigungen“ und über die Ergebnisse der Untersuchung, die medica mondiale e.V. im April 2008 in Goma durchführte.
Immaculée Birhaheka, PAIF aus Goma wird die Situation von Menschenrechtsaktivistinnen und
Frauen in der DRK insbesondere in Goma schildern.
Ariane Brunet, Coalition for Women’s Human Rights in Conflict Situations wird über die Einschätzung der UNO zu internationalen Interventionsmöglichkeiten und zum Thema Straflosigkeit referieren, sowie über die Konsequenzen möglicher Maßnahmen für die überlebenden Frauen.
Trotz internationaler Hilfen hat sich die Lage der Frauen im Ostkongo nicht verbessert, sondern in den letzen Monaten weiter zugespitzt. medica mondiale erfährt täglich von ihrer Partnerorganisation PAIF, dass Frauen massiver Gewalt in Form von systematischen Vergewaltigungen ausgesetzt sind, die bewusst als Terrorinstrument gegen Frauen und ganze Dorfgemeinschaften eingesetzt werden. Dabei geht die Gewalt nicht mehr ausschließlich von Soldaten und Milizen aller Couleur aus, sondern ist auch innerhalb der Zivilgesellschaft zum alltäglichen Instrument der Unterdrückung von Frauen geworden.
Menschenrechtsverteidigerinnen, die versuchen Vergewaltiger vor Gericht zu bringen und Frauen mit psycho-sozialen Angeboten zu stärken, werden massiv bedroht und vertrieben. Auch UNFriedenssoldaten begehen Menschenrechtsverletzungen und trotz der von der UN proklamierten Null-Toleranz-Richtlinie, werden Frauen und Mädchen weiterhin durch internationale Friedenssoldaten sexuell ausgebeutet und missbraucht. Wir wollen mit Ihnen gemeinsam erörtern, welche Maßnahmen wirklich sinnvoll sind und den Frauen direkten Nutzen bringen. Die Forderungen kongolesischer Frauenorganisationen werden dabei von Referentinnen eingebracht, die in der Region leben und arbeiten.
Es diskutieren:
Selmin Caliskan, Referentin für Menschenrechte und Politik bei medica mondiale e. V.: Einführung und Moderation
Kerstin Müller, MdB, außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen befasst sich seit ihrer Zeit als Staatsministerin im Auswärtigen Amt (2002-2005) intensiv mit der Lage im Kongo – insbesondere mit der Situation der Frauen.
Karin Griese, Traumaexpertin bei medica mondiale e. V. spricht zum Thema „psycho-soziale Gesundheit von Frauen nach Vergewaltigungen“ und über die Ergebnisse der Untersuchung, die medica mondiale e.V. im April 2008 in Goma durchführte.
Immaculée Birhaheka, PAIF aus Goma wird die Situation von Menschenrechtsaktivistinnen und
Frauen in der DRK insbesondere in Goma schildern.
Ariane Brunet, Coalition for Women’s Human Rights in Conflict Situations wird über die Einschätzung der UNO zu internationalen Interventionsmöglichkeiten und zum Thema Straflosigkeit referieren, sowie über die Konsequenzen möglicher Maßnahmen für die überlebenden Frauen.