Sonntag, 15. September 2019 – Freitag, 18. Oktober 2019 /
Dresden

„…Vergiß die Photos nicht, das ist sehr wichtig…“

Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Urheber/in: Jana Müller. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
So., 15. Sep 2019, 10.00 Uhr  –
Fr., 18. Okt. 2019, 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Öffnungszeiten
Mo–Fr 10–13 Uhr / 16–20 Uhr
Adresse
Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Ausstellung

Zwischen 1932 und 1939 fotografierte Hanns Weltzel mitteldeutsche Sinti und Roma in Dessau-Roßlau. Der in Roßlau lebende Fotojournalist pflegte freundschaftliche Beziehungen zu den Familien, die auf ihren Handelswegen regelmäßig nach Anhalt kamen. Hanns Weltzel veröffentlichte bis 1935 Artikel über Sinti und Roma in der Anhaltischen Presse. Zudem stand er mit der „Gypsy Lore Society“, deren Sitz sich in Liverpool befand, im Kontakt und schrieb Artikel für deren Journal. So gelangten erste Fotografien nach Liverpool. Der Bestand von circa 200 Fotografien befindet sich heute in der Bibliothek der Universität Liverpool. Es handelt sich um einzigartige Fotografien von Männern, Frauen und Kindern, die wenige Jahre nach den Aufnahmen fast alle dem Genozid zum Opfer fielen. Sie zeugen von gegenseitigem Respekt zwischen den Fotografierten und dem Fotografen und unterscheiden sich deutlich von Abbildungen der nationalsozialistischen Propaganda gegen Sinti und Roma.

Die Ausstellung „`…vergiß die Photos nicht, das ist sehr wichtig…´ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ dokumentiert die Lebens- und Leidenswege der Familien Laubinger, Lauenburger, Thormann, Stein, Steinbach und Ansin. Auch über Erna Lauenburger, die bekannte Romanfigur Unku, die Hanns Weltzel mehrfach in Dessau-Roßlau ablichtete, berichtet die Ausstellung.

ORT: riesa efau. RUNDE ECKE, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

Öffnungszeiten Mo–Fr 10–13 Uhr / 16–20 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung des AJZ-Dessau, des Projekt RomaRespekt bei Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und dem Romano Sumnal e.V..