Freitag, 11. November 2016 10.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

„Vom vornehmen Wort Kultur“

Kritische Auseinandersetzung mit Interkultur

In verschiedenen Bereichen der künstlerischen und kulturellen (Bildungs-)Arbeit wird dem Konzept der „Interkultur“ ein wichtiger Stellenwert eingeräumt: sei es im Bereich von Kultureinrichtungen, in „interkulturellen“ Bildungsansätzen oder der Jugendarbeit. Dem gut gemeinten Verständnis für oder besonderen Interesse an „anderen Kulturen“ liegt unbewusst oft ein starres Kulturkonzept zugrunde, durch das Menschen schnell auf „ihre Kultur“ oder vermeintliche Herkünfte reduziert werden. So werden Stereotype und Diskriminierungen eher bestärkt als aufgelöst und „Kultur“ in bestimmten Kontexten als der prägende Faktor für Wesensart und Handeln von Individuen herangezogen. „Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch“ (Theodor W. Adorno). Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende geraten deshalb – oft unwissentlich und entgegen der eigenen Intention – in ihrer Praxis in Fallstricke der Exotisierung, Homogenisierung und des Kulturalismus.  
Die Referent*innen von glokal e.V. verschaffen den Teilnehmenden einen Überblick über Ansätze in der rassismuskritischen Debatte um den Kulturbegriff und entwickeln gemeinsam mit den Teilnehmenden Handlungsansätze für die Praxis. Dabei soll Raum geschaffen werden, um die eigene Verwobenheit in Ausschlüsse und Diskriminierungen zu reflektieren.
 

Mit:
Timo Kiesel und  Miriam Camara (Trainer_innen von glokal e.V.)

Ort:
Werkstatt 3, Saal, Nernstweg 32 - 34, 22765 Hamburg

Teilnahmegebühr:
30 € (am Veranstaltungstag bar zu bezahlen, Ermäßigung auf Anfrage möglich)

Eine Veranstaltung von [In:szene] - mehr Vielfalt im Kulturbetrieb in Kooperation mit umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.

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Landesstiftung Hamburg
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Teilnahmegebühren
30 € (Ermäßigung möglich)