Buchvorstellung und Diskussion Mittwoch, 27. November 2019 /
Berlin

Von hier – Und doch ewig anders?

Menschen Betrachter Ausstellung. Urheber/in: Gerd Altmann. Public Domain.
Datum, Uhrzeit
Mi., 27. Nov. 2019,
18.30 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
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Wer die gesellschaftlichen Debatten rund um Migration und Integration in Deutschland über die letzten Jahrzehnte beobachtet hat, fühlt sich zuweilen in einer Zeitschleife. Die öffentlichen Debatten kreisen um Integrationsforderungen, laut ist der Ruf, die deutsche (Leit-)kultur zu schützen, die Grenzen der Aufnahmefähigkeit werden beschworen. Migration wird von Teilen der Politik als „Mutter aller gesellschaftlichen Probleme“ gesehen.

Die Empörung über „Parallelgesellschaften“ und „Ausländerkriminalität“ kocht regelmäßig hoch, sie bestimmt die Sicht auf alle, die als „nicht-deutsch“ betrachtet werden. Vielfältigkeit als Teil der deutschen Realität wird geleugnet – in der Vergangenheit und heute.

Auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts wird das Deutsch-Sein immer noch als Frage der biologischen Herkunft und Hautfarbe betrachtet. Als Deutsche*r anerkannt wird nur, wer „deutsch“ aussieht.

In der letzten Veranstaltung unserer Reihe „Migration neu denken“ wollen wir mit Autorinnen und Autoren sprechen, die selbst aufgrund ihres Namens oder ihrer äußeren Erscheinung als „nicht-deutsch“ markiert werden: Ferda Ataman, Nariman Hammouti und Marvin Oppong. In ihren Büchern beschreiben sie ihre Sicht auf die Debatten der letzten Jahrzehnte und stellen ihre Forderungen an Politik und Gesellschaft. Warum fällt es weiterhin schwer, die Vielfältigkeit der deutschen Gesellschaft als selbstverständliche Realität zu akzeptieren? Welche Veränderungen sind in der Haltung der Mehrheitsbevölkerung notwendig? Steckt hinter der ständig beschworenen „Migrations-Krise“ möglicherweise eine Krise der Demokratie? Welche Perspektiven von Zugehörigkeit und Teilhabe brauchen junge Menschen heute und morgen?

 

Mit:

  • Ferda Ataman – Journalistin, Autorin von „Ich bin von hier – hört auf zu fragen!“
  • Marvin Oppong – Journalist, Autor von „Ewig anders – Schwarz, deutsch, Journalist“
  • Nariman Hammouti - Offizierin der Bundeswehr, Autorin von „Ich diene Deutschland“

Moderation: Hatice Akyün, Journalistin, Autorin

 

Um Anmeldung wird gebeten. Bitte nutzen Sie unser Online-Formular!

 

Kontakt: Anke Bremer E: bremer@boell.de T: 030 285 34-240

Die Veranstaltung bildet den letzten Teil der Reihe "Migration neu denken". Die vorherigen Veranstaltungen waren:

„Das neue Wir - Warum Migration dazugehört“ (12.08.2019)

"Skurille Wege zum Pass - Erfahrungsberichte zur Einbürgerung in Europa" (27.08.2019)