- Mittwoch, 25. Oktober 2006 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Von Manhattan Chiquito nach Nueva York
Die Grenze zwischen Mexiko und den USA
Stacheldraht, Überwachungskameras,
Grenzpatrouillen, Bürgerwehrarmeen. Ein
hilfloser Versuch seitens der USA den
illegalen Grenzübertritt von Mexikanern zu
stoppen. Dem steht allerdings ein US-
amerikanischer Arbeitsmarkt gegenüber,
der unersättlich zu sein scheint. Laut U.S.
Bureau of Labor Statistics würden bis 2010
ca. 22 Millionen neue Arbeitsplätze
geschaffen, wovon 70 Prozent keine hohe
Qualifikation benötigen. "Who will fill the
millions of essential worker positions that
we will create?” fragen führende
Wirtschaftsvertreter der USA. Solange
aber das Gefälle im Lebensstandard und
im Einkommen zwischen USA und Mexiko
groß ist, wird die Einwanderung von
Mexiko nach USA anhalten – legal oder
illegal. <br><br>
Der SPIEGEL-Autor Mario Kaiser, der
mehrere Jahre in New York gelebt hat, hat
eine Gruppe von Mexikanern auf ihrer
Wanderbewegung von einem kleinen Dorf
in Mexiko bis nach New York begleitet –
illegal. Die Reportage, die im Magazin
PARK AVENUE erschienen ist und im
Original die Länge eines Buches hat,
beschreibt nicht nur detailliert die Reise
der Migranten, sondern beschäftigt sich
auch ausführlich mit der mexikanisch-
amerikanischen Grenze und dem
Verhältnis beider Länder - besonders nach
den Terroranschlägen vom 11. September
2001. <br><br>
Die Reportagen von Mario Kaiser wurden
mit dem Axel Springer Preis, dem
Deutschen Sozialpreis, dem Henri Nannen
Preis sowie im Oktober 2006 mit dem
Katholischen Medienpreis ausgezeichnet.
<br><br>
Kommentare und Diskussion mit:<br>
<b>Dr. Stephanie Schuetze</b>,
Lateinamerika-Institut, FU Berlin<BR><B>
Mario Schenk</b>, Forschungs- und
Dokumentationszentrum Chile-
Lateinamerika (FDCL), Berlin
<br><br>
<b>Moderation:</b><br>
Mekonnen Mesghena, Heinrich-Böll-
Stiftung, Berlin
Mehr über Mario Kaiser
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin