Veranstaltung
- Donnerstag, 5. November 2026 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
On Justice #11: Erinnerung, Verantwortung, Gerechtigkeit: Von den Nürnberger Prozessen nach Den Haag
Auf den Trümmern der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts entstand als Antwort auf Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit die Idee eines universellen Völkerstrafrechts. Auch wenn es Wunden nicht heilen und erlittenes Leid nicht ungeschehen machen konnte, markierten die Nürnberger Prozesse einen entscheidenden Moment: Sie stellten Wahrheit und Verantwortung fest – ein unverzichtbarer Schritt für die betroffenen Gesellschaften und die Überlebenden der Massenverbrechen.
Heute untergraben autoritäre Regierungen und andere Mächtige die mühsam errungene internationale Rechtsordnung, um sich Straffreiheit für Kriege nach außen und Unterdrückung nach innen zu sichern. Wie können zivilgesellschaftliche Akteure unter diesen Bedingungen das Völkerrecht verteidigen? Und wie können Menschenrechte wirksam durchgesetzt werden?
Darüber sprechen der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2026 und Jurist Philippe Sands, die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin sowie der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck in der Ausgabe #11 von On Justice. Ausgehend von Philippe Sands’ neuestem Buch Die Verschwundenen von Londres 38: Über Pinochet in England und einen Nazi in Patagonien diskutieren sie über das Verhältnis von Literatur und Recht, die Möglichkeiten und Grenzen des Völkerstrafrechts sowie die Bedeutung von Erinnerung und Zeugenschaft – 80 Jahre nach den Urteilen der Nürnberger Prozesse.
On Justice #11: Erinnerung, Verantwortung, Gerechtigkeit: Von den Nürnberger Prozessen nach Den Haag
HAU1, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin ➤ Weblink
Mit:
- Philippe Sands, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2026 und Jurist
- Herta Däubler-Gmelin, ehemalige Bundesjustizministerin
- Wolfgang Kaleck, Menschenrechtsanwalt
Moderation: Siri Keil, Journalistin
Eine Veranstaltung des HAU Hebbel am Ufer in Kooperation mit dem ECCHR.
Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Die Veranstaltung findet im Anschluss an einen nicht-öffentlichen Roundtable "Von Nürnberg nach Den Haag: Stärkung der internationalen Strafjustiz in Zeiten von Konflikten und Sanktionen" statt, an dem die Heinrich-Böll-Stiftung beteiligt ist.
Kontakt Heinrich-Böll-Stiftung:
Layla Al-Zubaidi, Leiterin Internationale Themenreferate,
Layla.Al-Zubaidi@boell.de
- Adresse
- HAU1, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin
- Veranstalter*in
- Externe Veranstaltung
- Sprache
- Englisch
- Teilnahmegebühren
- 18 €, ermäßigt 12 €