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Freitag, 17. März 2017 17.45 In meinem Kalender speichern

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Von Superfrauen und dienstbaren Geistern

Eine feministische Debatte zur Zukunft der Sorgearbeit

Sorgearbeit – oder Care-Work – ist ungerecht verteilt: Frauen verrichten
den Löwinnenanteil. Um die Sorge für andere und sich selbst mit allen
anderen Belangen, Anforderungen und dem Beruf in Einklang zu bringen,
wünscht sich so manche Frau Superkräfte. Hinzu kommt: Privat geleistete
Sorgearbeit bleibt ökonomisch aber auch gesellschaftlich weitgehend unsichtbar.
Durch die ungerechte Verteilung geraten Frauen häufig in finanzielle
Abhängigkeit und es mangelt an einer eigenständigen Existenzsicherung.
Gleichzeitig machen Frauen immer häufiger Karriere. Das Putzen, Betreuen,
Pflegen, Kochen und Einkaufen übernehmen dann oftmals nicht die
Männer, sondern andere „dienstbare Geister“, meistens wiederum Frauen.
Diese Dienstleistungen finden oft unter widrigen Arbeitsbedingungen statt
und werden schlecht entloht. Ein feministisches Dilemma, das mit Blick
auf moderne Gesellschaften oft in der Diagnose einer „Care-Krise“ mündet.
Sorgearbeit ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens
und verdient Wertschätzung! Und: Eine gerechtere Verteilung
der Sorgearbeit kann der Schlüssel zu einer gerechteren Gesellschaft
sein. Doch wie ist die Zukunft der Sorgearbeit zu gestalten? Wie kann
eine geschlechtergerechtere Verteilung von Zeit und Geld gelingen?
Und wie lässt sich eine Gesellschaft so gestalten, dass Sich-Kümmern
um Kinder und Pflegebedürftige angemessen entlohnt und wertgeschätzt
wird?
Diese Frage möchten wir mit Ihnen und unseren Gästen diskutieren. Dabei
wollen wir auch auf einige aktuelle Vorschläge blicken, wie sie etwa die
Kommission zur Erstellung des 2. Gleichstellungsberichts der Bundesregierung
vorgelegt hat. Hierzu möchten wir sie recht herzlich einladen.

17.45 Uhr  Begrüßung
Dr. Stefanie Elies, Forum Politik und Gesellschaft,
Friedrich-Ebert-Stiftung

18.00 Uhr Filmischer Einstieg:
Ausschnitt aus „Superfrauen gesucht – Im Spagat
zwischen Arbeit, Kinder, Pflege der Eltern“

18.30 Uhr Podiumsdiskussion:
Wie die Zukunft der Sorgearbeit gestalten?
Prof.‘in Dr. Uta Meier-Gräwe, Uni Gießen, Mitglied der
Sachverständigenkommission des 2. Gleichstellungsberichts
und Herausgeberin von „Die Arbeit des Alltags“
Ilona Kalmbach, Regisseurin von „Superfrauen gesucht“
und Preisträgerin des deutsch-französischen
Journalistenpreises
Ann Wiesental, Care Revolution Netzwerk
Lena Hipp, Ph.D., Leiterin der Nachwuchsgruppe „Arbeit und Fürsorge“
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Moderation: Heide Oestreich, taz/ kulturradio rbb

20.00 Uhr  Informeller Ausklang

 

Veranstaltungsdatum:  17. März um 17:45 Uhr

Veranstaltungsort: Hiroshimastr. 17 (Haus 1), 10785 Berlin

Zur Anmeldung geht es hier oder per Mail.

 

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