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Donnerstag, 30. April 2026 17.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern

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Vorbereiten statt Verzweifeln

Weckruf zu ziviler Katastrophenvorsorge 40 Jahre nach Tschernobyl

Im April 2026 jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Für viele war dieses Ereignis eine Zäsur im Alltag: die Angst vor dem Regen, das plötzliche Meiden bestimmter Lebensmittel, das Gefühl einer unsichtbaren Bedrohung inmitten des Kalten Krieges. Doch statt nur zurückzublicken, wagen wir an diesem Abend auch den Blick nach vorn.
Wie prägen kollektive Erfahrungen der Vergangenheit unser Sicherheitsgefühl heute? 
Angesichts von Klimakrise, Kriegen und gesellschaftlichen Umbrüchen stellen wir uns die Frage: Wie bereiten wir uns gemeinschaftlich und solidarisch auf eine Zukunft in der Vielfachkrise vor?

Wir laden ein zu einem Abend, der aufrütteln will, inspirieren – und Gemeinschaft stiften:

17:00 Uhr 
Walking Conversation: Eröffnung der Ausstellung "Leben nach Tschernobyl" mit der Fotografin Hermine Oberück. Über viele Jahrzehnte hat sie Betroffene in Belarus und der Ukraine begleitet, ihre Portraits erzählen berührende Geschichten. Gemeinsam kommen wir ins Gespräch über das was bleibt, wenn alle Sicherheiten wegfallen.
Nach dem Besuch der Ausstellung gibt es einen Moment des Innehaltens: Standing with the Earth. Eine Kontemplation, die uns einlädt, das Weltgeschehen nicht nur im Kopf zu begreifen, sondern auch emotional zu verdauen. Moderation: Theresa Leisgang.

Für Getränke und Snacks ist gesorgt.


19:00 Uhr 
Interaktives Podiumsgespräch: Was lernen wir aus den Katastrophen der Vergangenheit für die Zukunft?

In einer offenen Gesprächs-Runde diskutieren wir gemeinsam, wie wir uns gesellschaftlich auf zunehmende Krisen und Katastrophen vorbereiten. Wir sprechen über die Dynamik zwischen persönlicher Betroffenheit, professionellem Katastrophenschutz und dem Mut zur Solidarität. Eigene Geschichten und Erfahrungen aus dem Publikum sind explizit eingeladen.

Zu Beginn hören wir Perspektiven von: 
Ludmila Kosnikova, Zeitzeugin der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
Lukas Czeszak, Referatsteilleitung Katastrophenschutz im Innenministerium Niedersachsen 
Gerriet Schwen, Sozialwissenschaft und Projekte zu solidarischer Katastrophenvorbereitung
• Moderation: Theresa Leisgang, Hrsg. Klima-Kollaps-Kommunikation.de

Ein Abend, der uns verbindet, während die Welt zerfällt.

Weckruf zu ziviler Katastrophenvorsorge 40 Jahre nach Tschernobyl
#Thementag #Ausstellungseröffnung #Podiumsgespräch

 

Eine Veranstaltung von Kulturzentrum Pavillon in Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt/Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen (SLU)  • Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Hannover, Wirtschafts- und Umweltdezernat. 

Konzept: Gerriet Schwen, Theresa Leisgang und Kiriakoula Kremantzouli 

Wo?
Bürgerinitiative Raschplatz e.V. / Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4, 30161 Hannover

Das Haus ist barrierefrei. Tipps zur Anreise finden sich hier.
 

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Veranstalter*in
Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Teilnahmegebühren
kostenfrei