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Mittwoch, 06. April 2022 – Samstag, 30. April 2022 In meinem Kalender speichern

Wake up, Europe!

Unterstützungs- und Solidaritätsmobilisierungen für Bosnien und Herzegowina und seine Bürger:innen während des Krieges 1992-1995

Wie reagierte Europa auf den Krieg in Bosnien und Herzegowina, der vor 30 Jahren, im April 1992, begann und dreieinhalb Jahre andauerte? Viele Menschen in Sarajevo und Bosnien und Herzegowina waren enttäuscht und schockiert über die meist neutrale Haltung europäischer Staaten und Regierungen, und auch für die Mehrheit der Bevölkerung in Europa blieb der Krieg hauptsächlich ein TV-Ereignis. Gleichzeitig gab es aber auch in ganz Europa viele Bürger:innen,  Künstler:innen, Intellektuelle, Journalist:innen, Parlamentarier:innen, Städte, informelle Gruppen und Nichtregierungsorganisationen, die nicht passiv bleiben wollten, und die oftmals die Haltung ihrer eigenen Regierungen sehr kritisch sahen. Durch zahlreiche Initiativen versuchten sie, Unterstützung und Solidarität für Bosnien und Herzegowina und seine Bürger zu zeigen, oft in enger Zusammenarbeit mit denjenigen in Bosnien, die sich für die zivilgesellschaftliche, kulturelle und intellektuelle Verteidigung der bosnischen Lebensweise und ihres Landes einsetzten und die Außenwelt aufforderten, ihre Gleichgültigkeit aufzugeben, zusammengefasst in dem Slogan: "Wake up Europe!".

Die Ausstellung "Wake up Europe" gibt einen historischen Überblick über diese breite und heterogene Mobilisierung, die sich an der Schnittstelle zwischen humanitärem und bürgerschaftlichem Engagement befindet und eine wenig bekannte Dimension des Bosnienkrieges darstellt. Sie beleuchtet verschiedene Formen des Engagements, zeigt konkrete Beispiele aus verschiedenen Ländern und thematisiert Diskurse und Diskussionen, die Teil dieser Mobilisierungen waren.

Die Ausstellung will nicht nur unser Wissen über den Krieg in Bosnien und Herzegowina als Teil der europäischen Zeitgeschichte vertiefen, sondern möchte auch zum Nachdenken über wichtige Fragen für die Gegenwart anregen: Was verstehen wir unter Solidarität? Tun wir genug, um uns mit anderen zu solidarisieren? Was kann ich persönlich tun? Inwieweit können diese Mobilisierungen aus den 1990er Jahren für heute eine Inspiration sein?


Weitere Führungen 
Am 26.04.2022 um 18:00 Uhr und am 27.04.2022 14:00 Uhr und 18:00 Uhr mit  Nicolas Moll, Historiker und Kurator der Ausstellung, je nach Bedarf auf deutsch und englisch. 


Sprachen: Die Begleittexte sind auf Englisch, teilweise auf Bosnisch.

"Wake up Europe!" wird am 6. April in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin-Mitte eröffnet, im Rahmen des Bosnien-Forums 2022 anlässlich des 30. Jahrestages des Beginns des Bosnienkrieges.

Der Eintritt ist frei. "Wake up Europe!" wird bis zum 30. April zu sehen sein, Montag bis Freitag, 8 - 19.30 Uhr. Einlass nach 3G-Regelung, es besteht Maskenpflicht.


"Wake up Europe! Support and solidarity mobilizations for Bosnia and Herzegovina and its citizens during the 1992-1995 war" ist eine Ausstellung des Historischen Museums von Bosnien und Herzegowina in Sarajevo, in Zusammenarbeit mit Memory Lab, und mit Unterstützung des Goethe-Instituts Bosnien und Herzegowina, des Französischen Instituts in Bosnien und Herzegowina und des Deutsch-Französischen Kulturfonds.

Die Präsentation der Ausstellung in Berlin, in angepasster Form, wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung ermöglicht, mit Unterstützung des Goethe-Instituts Bosnien und Herzegowina.


» Teilnahme vor Ort
Es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) +FFP2 Maske
im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin.

Der Veranstaltungsbesuch ist nur unter Einhaltung der aktuell in der Heinrich-Böll-Stiftung gültigen Hygieneregeln möglich.

Termine
Di., 26 Apr. 2022 18.00 – 18.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Mi., 27 Apr. 2022 14.00 – 14.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Mi., 27 Apr. 2022 18.00 – 18.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag, 8:00 - 19.30 Uhr
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Bosnisch
Englisch