Donnerstag, 06. März 2008 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Walter Mossmann: Realistisch sein - das Unmögliche verlangen

Von gefälschten Erinnerungen und grüner Bewegungsgeschichte

Mit:
Walter Mossmann
Rebecca Harms

Der Liedermacher, Chansonpoet und Autor Walter Mossmann (geboren 1941) hat die politische Entwicklung als teilnehmender und stets pointiert
kommentierender Beobachter verfolgt. Die Stuttgarter Zeitung schrieb über ihn: `Er singt, wie Erwin Egon Kisch geschrieben hat... er kann alles, was er sagen will, mit einer fantastischen Präzision sagen.` Das staatliche Establishment hat ihn dabei durch jede Menge Zensur und Prozesse behindert und zugleich geehrt. Mitte der 90er Jahre nahm ihm der Krebs die Singstimme, sein
außergewöhnliches sprachliches Vermögen hingegen blieb. Sein demnächst in der edition Freitag erscheinendes Buch `Realistisch sein: das Unmögliche verlangen. Wahrheitsgetreu gefälschte Erinnerungen` verknüpft die eigene Biografie mit der Geschichte der Bundesrepublik: die Enge der Sechzigerjahre und das Aufbegehren dagegen, die Gründe für die Eruption von
1968, die Berufsverbote, der Deutsche Herbst, die Friedens- und Anti-AKW-Bewegung, die Entstehung der Grünen. Zusammen mit Rebecca Harms begibt sich Mossmann auf eine unterhaltsame Zeitreise, die vom Breisgau bis in die Ukraine führt.