Freitag, 02. April 2004 00.00 In meinem Kalender speichern

Warschau: Einmischung erwünscht – bürgerliches Engagement und die politische Wirklichkeit

Podiumsdiskussion mit einem Vortrag von Viktor Böll zum Thema „Das Jahrhundert der Flüchtlinge“

Die Podiumsdiskussion „Einmischung erwünscht – bürgerliches Engagement und die politische Wirklichkeit“, bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Heinrich Böll: Leben und Werk“, die vom 2.-6. April 2004 in Warschau stattfindet. Mit dieser Gesprächsrunde soll die Bekanntheit von Heinrich Böll in der polnischen Gesellschaft, auch über seine Rolle als Schriftsteller und Nobelpreisträger hinaus, erhöht werden. Im Mittelpunkt der Diskussion steht der engagierte Intellektuelle und europäische Bürger Heinrich Böll und seine in Polen weniger bekannte Bedeutung für die Entwicklung der Demokratie in Nachkriegsdeutschland. Die politischen Ereignisse des vergangenen Jahres, insbesondere die öffentliche Kontroverse zum Thema „Zentrum gegen Vertreibungen“, bieten einen aktuellen Ansatz, die gelebten Überzeugungen und das gesellschaftspolitische Engagement Heinrich Bölls in Bezug auf Menschenrechte, Vertreibungen sowie die Verantwortung der Intellektuellen für die Gestaltung der Politik zu diskutieren. Intention ist es, die europäische Wertediskussion und die große Bedeutung der deutsch-polnischen Verständigung für den europäischen Einigungsprozeß zu thematisieren. <br><br> An der Diskussion werden führende polnische und deutsche Intellektuelle sowie VertreterInnen der Politik und der Zivilgesellschaft, u.a. Viktor Böll (Heinrich- Böll-Archiv), Basil Kerski (Herausgeber der Zeitschrift „Dialog“), Adam Krzeminski (Journalist „Polityka“), Rupert Neudeck (Gründer Cap Anamur, Vorsitzender Gruenhelme e.V.), Gerd Poppe (ehem. Beauftragter der Bundesrepublik Deutschland für Menschenrechte) Kazimiera Szczuka (Literaturwissenschaftlerin und Journalistin, Warschau) und Elisabeth Weber (Lew- Kopelew-Forum) teilnehmen. <br><br> Die Podiumsdiskussion wird deutsch-polnisch übersetzt.<br>