Mittwoch, 27. Juni 2007 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Warten auf die orangene Revolution. Weißrussland ein Jahr nach den Wahlen

Film und Diskussion

2006 fand in Weißrussland die Präsidentenwahl statt, die vielen die Hoffnung auf Veränderung gab,  Hoffnung darauf, dass die Wahl eine demokratische Öffnung - ähnlich wie in der Ukraine -  entfachen könnte.  Die Wahlen wurden von Protestaktionen der Opposition begleitet, die von der Regierung Lukaschenkos niedergeschlagen wurde. Zahlreiche AktivistInnen wurden verhaftet. Wahlbeobachter der EU und der  OSZE stellten nach Wahlbeobachtungen fest, dass die Wahl nicht den  OSZE Standards für demokratische Wahlen entsprach.
 
Der Ausgang der Wahlen und der erfolglose Protest nahm vielen die Hoffnung auf demokratische Veränderungen. In der Bevölkerung breitet sich das Gefühl der Hilflosigkeit und Resignation aus.
 
Wie wirkt sich das Lukaschenko-Regime auf die Gesellschaft in Weißrussland aus?
Der Film „89 mm – Freiheit in der letzten Diktatur Europas“ beschreibt das Lebensgefühl der jungen Generation, angefangen von der regimekritischen Journalistin bis zum politisch angepassten Soldaten.
 
Wie zeigt sich die Diktatur im täglichen Leben? Wie wirkt sich die Isolation des Landes auf die Menschen aus?
 
Bei  der anschließenden Diskussion um Demokratie und Menschenrechte in Weißrussland stehen folgende Themen im Vordergrund:

- Meinungs- und Pressefreiheit
- Internet als Forum zum Widerstand
- Einfluss von staatlicher Propaganda auf Bildungseinrichtungen
- Initiativen gegen kulturelle Gleichschaltung
- Was tut sich an den Universitäten?

Und schließlich geht es um die Erwartungen, die die Opposition an die EU und ihre Mitgliedsländer gegenüber Lukaschenko hat.