- Samstag, 28. April 2007 11.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Was ist das Neue an der neuen Linken?
Verabstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Gesellschaftsanalyse aus Geschlechtersicht zu betreiben bedeutet, Ökonomie und gesellschaftliche Naturverhältnisse, Staat, (internationale) Politik, Kultur und Lebensweisen – mithin die gesamte Gesellschaft – in den Blick zu nehmen. Eine neue Linke, die sich dieser Herausforderung stellt und in ihren Analysen Geschlecht als zentrale Strukturkategorie von Gesellschaft begreift, kann so erstmals eine umfassende Perspektive solidarischer Vergesellschaftung gewinnen. Dazu muss sie in ihren Analysen von den veränderten Konstellationen und Widersprüchen ausgehen, die sich im neoliberalen Kapitalismus herausgebildet haben.
Die Frage, wie eine Gesellschaftsanalyse, die sich am Konzept der gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse orientiert im Einzelnen zu bewerkstelligen wäre, und an welche Überlegungen aus der Frauen- und Geschlechterforschung hierfür angeknüpft werden kann, soll auf der Arbeitstagung diskutiert werden. Im Besonderen geht es um den Zusammenhang von Geschlechterverhältnissen und Privatisierung sowie um die Auseinandersetzung mit postkolonialen feministischen Perspektiven auf soziale Gerechtigkeit. Den Abschluss bildet ein kritisch feministischer Blick auf das Programmatische Eckpunktepapier einer neuen Linkspartei.