- Mittwoch, 27. Januar 2010 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Was ist der deutsche Traum?
Vom Einwanderungsland zur Aufsteigerrepublik? Integration, Chancengerechtigkeit und Teilhabe in Deutschland
Die zähe Diskussion, ob Deutschland ein Einwanderungsland sei, ist verhallt und hat längst den Blick frei gegeben auf die prekäre Lage, in der sich viele Migrantinnen und Migranten heute am Rande der Gesellschaft befinden. Obwohl häufig mit großen Aufstiegsaspirationen nach Deutschland gekommen, sehen viele Einwanderer und ihre Kinder heute für sich kaum Möglichkeiten, durch eigene Anstrengungen den sozialen Aufstieg zu erreichen. Angesichts zahlreicher struktureller Aufstiegsbarrieren hat Cem Özdemir, der Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, jüngst von Deutschland als einer „blockierten Gesellschaft“ gesprochen.
Wenn die Aufstiegschancen stark von der sozialen oder ethnischen Herkunft bestimmt werden, ist das eine Ungerechtigkeit, die den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet. Und es ist ebenso ein ökonomisches Problem. Wirtschaftlich erfolgreich und sozial stabil können Demokratien auf Dauer nur sein, wenn sie faire Aufstiegsoptionen bieten und die Integration aller Bevölkerungsteile vorantreiben, auf deren Potential nicht verzichtet werden kann.
Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet fordert daher eine Rückbesinnung auf das Leitbild der „Aufsteigerrepublik“. Bereits zweimal habe das Land große Integrationsleistungen vollbracht. Durch gesellschaftliche Aufstiege seien nach dem Krieg Millionen von Flüchtlingen erfolgreich integriert und nach 1989 die Einheit von zwei Staaten vollzogen worden. Nun gelte es, mit der Integration der Einwanderer die „dritte deutsche Einheit“ anzustreben.
Wenn die Aufstiegschancen stark von der sozialen oder ethnischen Herkunft bestimmt werden, ist das eine Ungerechtigkeit, die den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet. Und es ist ebenso ein ökonomisches Problem. Wirtschaftlich erfolgreich und sozial stabil können Demokratien auf Dauer nur sein, wenn sie faire Aufstiegsoptionen bieten und die Integration aller Bevölkerungsteile vorantreiben, auf deren Potential nicht verzichtet werden kann.
Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet fordert daher eine Rückbesinnung auf das Leitbild der „Aufsteigerrepublik“. Bereits zweimal habe das Land große Integrationsleistungen vollbracht. Durch gesellschaftliche Aufstiege seien nach dem Krieg Millionen von Flüchtlingen erfolgreich integriert und nach 1989 die Einheit von zwei Staaten vollzogen worden. Nun gelte es, mit der Integration der Einwanderer die „dritte deutsche Einheit“ anzustreben.
- Können und sollten wir die Gesellschaft als Aufsteigerrepublik begreifen? Kann es analog zum American Dream so etwas wie einen „deutschen Traum“ geben, der wie der „Wiederaufbau“ der Nachkriegszeit als große Erzählung wirkt?
- Oder führt das Leitbild vom sozialen Aufstieg eher zur Verstärkung sozialer Ungleichheit als zu deren Überwindung? Ist es somit eine Zumutung für diejenigen, die für sich keine Perspektiven mehr sehen?
- Welche Konflikte treten in einer wirklich sozial mobilen Gesellschaft auf? Ist der Aufstieg von gesellschaftlichen Gruppen immer auch eine Bedrohung für die Etablierten?
- Wie ist es um die Aufstiegshoffnungen bei Migrantinnen bestellt? Wie haben sie sich verändert?
Die Diskussion ist die Ouvertüre für die neue Veranstaltungsreihe „Was ist der deutsche Traum? Bildung, Integration und Aufstieg in Deutschland“ die die Heinrich-Böll-Stiftung in den nächsten zwei Jahren Debatten rund um soziale Aufstiegsmöglichkeiten und gesellschaftliche Teilhabe widmet .
Vom Einwanderungsland zur Aufsteigerrepublik?
Integration, Chancengerechtigkeit und Teilhabe in Deutschland
Mit:
Armin Laschet
Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
Cem Özdemir
Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Shermin Langhoff
Theatermacherin und Künstlerische Leiterin des Ballhaus Naunynstrasse, Berlin-Kreuzberg
Mit:
Armin Laschet
Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
Cem Özdemir
Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Shermin Langhoff
Theatermacherin und Künstlerische Leiterin des Ballhaus Naunynstrasse, Berlin-Kreuzberg
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin