Montag, 16. Februar 2009 19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Was kann Europa tun?

Empfehlungen für eine neue transatlantische Irak-Politik

Während die politische, wirtschaftliche und Sicherheitssituation im Irak weiterhin brisant bleibt, haben sich der Irak und die Vereinigten Staaten bereits im Dezember 2008 auf einen Abzugsplan der US-Truppen bis spätestens Ende 2011 geeinigt. Der neue US-Präsident Barack Obama hat es zur Priorität erklärt, diesen Truppenabzug so schnell wie möglich einzuleiten.

Es ist davon auszugehen, dass sich Barack Obama an Europa wenden wird, mehr Verantwortung bei der Stabilisierung des Iraks zu übernehmen und eine stärkere Rolle beim Aufbau von staatlichen Strukturen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu übernehmen. Es im eigenen Interesse der Europäischen Union frühzeitig eine Grundlage für eine neue transatlantische Kooperation im Wiederaufbau des Irak zu schaffen.

Schon frühzeitig hat es die Heinrich-Böll-Stiftung für notwendig erachtet, dass die Europäische Union nicht auf den Ruf aus Washington wartet, sondern eigenständig eine neue Irak-Politik entwickelt und ein Kooperationsangebot an die neue US-Administration macht.

Aus diesem Grund hat die Heinrich-Böll-Stiftung bereits im Sommer 2008 eine Studie mit hervorragenden Experten aus Europa, den USA und des Mittleren Ostens in Auftrag gegeben, welche die aktuelle Situation und die mittelfristigen Herausforderungen für den Irak und seine Nachbarn analysiert und Empfehlungen für die europäische, wie auch amerikanische, Wiederaufbau- und Entwicklungsarbeit ausspricht.

Wir laden Sie herzlich zur erstmaligen Vorstellung und Diskussion der Empfehlungen ein. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir die Ergebnisse auch in Brüssel, Washington sowie Beirut und Istanbul diskutieren.