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Veranstaltung
- Mittwoch, 29. April 2026 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Was uns mit der Weser verbindet – und was wäre, wenn sie Rechte hätte
Chorauftritt, Input und Diskussion: 29. April (19 Uhr) im Hafenmuseum Bremen (Speicher XI)
Die Diskussion über Rechte der Natur – also das Zugestehen von eigenständigen Rechten etwa an Gewässer - wird weltweit geführt. Wir wollen das Thema nun nach Bremen holen: Im Rahmen der Ausstellung „Wir sind der Fluss. Was uns mit der Weser verbindet“ im Hafenmuseum erklärt Andrea Mühlebach, welche philosophischen und juristischen Überlegungen hinter der Naturrechtsbewegung stehen - die in einigen Ländern bereits Gesetze mit Verfassungsrang durchgesetzt hat. Andrea Mühlebach ist Professorin für Maritime Anthropologie und Kulturen des Wassers am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen.
Was würde es konkret für die Weser bedeuten, wenn wir ihr Rechte zugestehen? Wer sollte diese Rechte für sie wahrnehmen, was könnten die Folgen sein? Und wie verändert sich unser Verhältnis zum Fluss, wenn wir Naturschutz nicht nur als Notwendigkeit für unsere eigene Lebensqualität definieren, sondern als einklagbaren Anspruch an uns oder sogar gegen uns selbst? In dieses Gespräch steigt nach Mühlebachs Input ihr Kollege Michael Flitner von der Uni Bremen ein. Flitner ist Professor für Geographie, Sprecher des artec-Forschungszentrums Nachhaltigkeit und Mitbegründer des Bremer NatureCulture Lab.
Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie sich beispielsweise die Debatten um Flussvertiefung und Weserversalzung bei einer neuen Rechtssetzung entwickeln können. Es soll aber auch um unser individuelles Verhältnis zum Fluss gehen, der uns nährt (falls wir angeln), uns wärmt (sofern wir im Kelloggs-Quartier wohnen), uns perspektivisch wieder mit Trinkwasser versorgt - und der uns alle existentiell bedroht, je mehr wir die Weser zum Trichterfortsatz der Nordsee ausbauen. Was also wären die Folgen, wenn dieses machtvolle Gewässer aus seiner juristischen Ohnmacht befreit würde?
Zunächst aber wollen wir die Weser besingen: Das tut für uns, gleich zu Beginn der Veranstaltung, der Schwankcore der Schwankhalle mit zwei Kompositionen aus dem Programm Songs of Rising and Sinking.
Der Schwankcore wurde 2022 als hauseigener Chor der Schwankhalle von der künstlerischen Co Leitung Katrin Hylla zusammen mit der Komponistin Mara Hebel gegründet und hat ca 80 Sänger*innen zwischen 20 und 81 Jahren, die sich regelmäßig an Dienstagabenden zum Singen treffen. Seit 2025 leitet Joan Augustin den Chor. Einblicke in die eigens für den Chor geschriebenen Kompositionen "Songs of rising and sinking" 2025 gibt es hier: https://schwankhalle.de/de/veranstaltungen/schwankcore
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Ausstellung Wir sind der Fluss. Was uns mit der Weser verbindet ist bis zum 23. August 2026 im Hafenmuseum zu sehen.
Eine Kooperation des Hafenmuseums Bremen mit der Heinrich Böll-Stiftung Bremen und der Schwankhalle.
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- Deutsch