

Film und Gespräch
- Mittwoch, 10. April 2024 20.00 – 22.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Was von der Liebe bleibt
Kann eine Liebesgeschichte politisch sein? Kommen einige Faktoren zusammen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Liebesgeschichte mit tödlichen Umständen eine politische ist: Die Liebenden sind zwei Deutsche türkischer und kurdischer Abstammung, ein Mensch wird getötet, die Sicherheitsbehörden sind mit im Spiel. Es geht also um eine Liebesgeschichte, die über den Tod hinausgeht. Gleichzeitig geht es auch um eine Erzählung über institutionellen, systemischen Rassismus, den in der jüngsten deutschen Geschichte zahlreiche Opfer des rechten Terrors erleben mussten.
Kanwal Sethi verknüpft in WAS VON DER LIEBE BLEIBT ein brisantes gesellschaftspolitisches Thema geschickt mit der berührenden Liebesgeschichte von Ilyas und Yasemin. „Es ist ein Film über die Zweifel, die eigentlich jede Liebe kennt, und gleichzeitig über die Zwietracht, die durch staatliche Behörden wie ein Gift injiziert wird – und die damit Ilyas’ Liebe zu Yasemin auf die Probe stellt“, sagt der Regisseur Kanwal Sethi. Mit WAS VON DER LIEBE BLEIBT gelingt es Kanwal Sethi auf subtile Art und Weise zu zeigen, dass auch in der bürgerlichen Mittelschicht Deutschlands systemischer Rassismus für Menschen mit Migrationsbiographie real ist. Die Ungerechtigkeit, der die betroffenen Menschen hier ausgesetzt sind, wird erfahrbar gemacht in diesem Film, der eine authentische Liebesgeschichte erzählt.
Zur Special-Preview lädt die Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit der Agentur JETZT & MORGEN am 10. April 2024 ins Kantkino in Berlin ein. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch statt.
Mit:
- Kanwal Sethi, Regisseur
- Seyneb Saleh, Hauptdarstellerin
- Serkan Kaya, Hauptdarsteller
- Ferda Ataman, Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung
Moderation: Miriam Camara, Kuratorin und Gründerin akoma.art & akoma.consulting
Tickets: können direkt beim Kino erworben werden
Veranstaltungsort: Kantkino, Kantstraße 54, 10627 Berlin
Einlass ist ab 19.30 Uhr.
Der Film startet am 02. Mai 2024 in den deutschen Kinos.
Weitere Kooperationspartner*innen der Veranstaltung sind der Migrationsrat Berlin e.V., COSMO/rbb, Deutschlandstiftung Integration und Gesicht Zeigen!
Über den Film:
» Trailer
Kontakt:
Lotti Schulz | Referat Migration und Diversity
E lotti.schulz@boell.de | 030-28534-283
www.heimatkunde.boell.de
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung im Stiftungsverbund
- Sprache
- Deutsch