Diskussionsabend Mittwoch, 30. Oktober 2019 /
Dresden

Was zu tun ist - Für mutigen politischen Protest

Diskussionsabend

Urheber/in: Marco Fechner. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Mi., 30. Okt. 2019,
19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Weitere Termine:
11. Dez. 2019
08. Jan. 2020
Adresse
➽ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Welche Wirkung können wir mit politischen, zivilgesellschaftlichen Protestformen erreichen? Welches Verhältnis zwischen Protest und Demokratie wird dabei erkennbar? Das Peng!-Kollektiv nutzt subversive Aktionsformen für mediale Interventionen im öffentlichen Diskurs. Mit Kommunikationsguerilla, Hacking und zivilem Ungehorsam entwickeln sie medienwirksame Kampagnen und arbeiten dabei zu Themen wie Flucht, Überwachung, sozialer Ungerechtigkeit und Polizeigewalt. In den letzten sechs Jahren haben sie unter anderem einen Aussteigerverein für Geheimdienstmitarbeiter*innen gegründet, eine Pressekonferenz im Namen von Vattenfall gehalten, eine Stimmentauschbörse für Menschen ohne Wahlrecht gestartet und bundesweit zu Diebstahl in Supermärkten aufgerufen. Für ihre Kampagne zu deutschen Waffenexporten erhielten sie 2018 den Aachener Friedenspreis. Ronny Sommer hat 2013 das Peng!-Kollektiv mitgegründet und spezialisiert sich seitdem auf politische Medienhacks zwischen Aktivismus und Kunst. Gemeinsam wollen wir über neue Protestformen sprechen und wie Zivilgesellschaft zu neuen und gewagten Aktionsformen ermutigt werden kann.
 

Darüber sprechen wir mit Ronny Sommer Designer, Entwickler, Medientaktiker und Campaigner, Mitbegründer des Peng!-Kollektivs.

Zeit: 30. Oktober 2019 // 19:00 Uhr
Ort: Kleines Haus  // Raum KH3 // Glacisstraße 28 // Dresden

 

Worum es geht bei unserer Veranstaltungsreihe WAS ZU TUN IST

Die Demokratie des 21. Jahrhunderts steht vor fundamentalen Herausforderungen. Sie ist mit verstärkten sozialen Ungleichheiten, gefährlichen Auswirkungen des Klimawandels und einer entfesselten, schwer lenkbaren Ökonomie konfrontiert. Diese Unsicherheiten haben die Zunahme populistischer Vereinfachungsstrategien, Vertrauensverluste in die Politik und die Medien, sowie die Zustimmung zu autoritären Systemen begünstigt. Und trotzdem: Angesichts dieser beunruhigenden Entwicklungen und auch nach den verschiedenen Wahlergebnissen 2019 in Sachsen dürfen und wollen wir nicht resignieren. Eine politische Kultur der Gerechtigkeit und universalen Menschenrechte, der nachhaltigen Lebensweise und liberaler Weltoffenheit wird sich behaupten und wir werden beitragen, sie neu zu erfinden. Trotzdem. Wir wollen jetzt Zukunft machen. Was müssen wir anders machen? Was ist jetzt zu tun?
Wir suchen mutige, radikale und reale Handlungsvorschläge, was zu tun ist. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Abwehr von rechtspopulistischen Tendenzen, sondern um praktische Schritte für eine demokratische, offene und sozial gerechte Gesellschaft.
Die erste Frage, die sich dabei sicherlich stellt, ist die nach gesellschaftlichen Visionen. Welche Gesellschaft streben wir an? Was ist unser utopisches Bild von Demokratie, Europa, der Hochschule der Zukunft, politischem Aktivismus, einer lebenswerten Stadt? Unsere Gäste werden Thesen zu den einzelnen Themen mitbringen, die wir mit dem Publikum diskutieren.
Zum Abschluss der Reihe wollen wir die Dringlichkeit bestimmter Aufgaben und Handlungsschritte aus den vorherigen Veranstaltungen herausarbeiten, fehlende Handlungsbereiche ergänzen, unsere realen Handlungsmöglichkeiten daran messen und persönliche Prioritäten setzen.

Studierende können sich die Veranstaltung durch einen Teilnahmeschein und eine Klausur für das Aqua-Modul anrechnen lassen.

Die Reihe ist eine Kooperation zwischen den Professuren für Politische Theorie und Ideengeschichte und der für Didaktik der politischen Bildung an der TU Dresden, dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden, dem Staatsschauspiel und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.
Das Staatsschauspiel Dresden führt die Diskussionen in seinen Stücken weiter, gibt zusätzliche Impulse, zeigt Emotionen und historische Bezüge.