Schultaschen vor dem Klassenraum. Urheber/in: Wiebke Volkmann. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.

Online-Veranstaltung

Donnerstag, 22. April 2021 14.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Online-Veranstaltung

Wege aus der Bildungsarmut: Bildungs- und Sozialpolitik zusammenbringen

Werkstattgespräch

Noch immer hängt Bildungserfolg in Deutschland besonders stark vom Elternhaus ab. Die „Risikogruppe“, die die Mindeststandards schulischer Bildung nicht erreicht, ist in den letzten Jahren trotz erheblicher Steigerung der Bildungsausgaben nicht kleiner geworden. Vorschläge, wie dies zu ändern ist, gibt es viele. Welche Fördermöglichkeiten bieten Ganztagsschulen für benachteiligte Kinder und Jugendliche? Welche Rolle spielt das Bildungs- und Teilhabepaket, um den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien nachhaltig zu verbessern? Und wie können Eingliederungshilfe und Schulassistenz zu mehr Lernerfolgen beitragen?

  • Keynote zu Bildungsarmut und strukturellen Benachteiligungen

          Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Universität Osnabrück 

  • Vorstellung des Rechtsgutachtens „Bildungschancen verbessern“

         Prof. Dr. Michael Wrase, WZB

Anschließend geht es in parallelen Arbeitsgruppen darum, die im Rechtsgutachten vorgeschlagenen rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten des Bundes für eine gezielte Förderung sozial benachteiligter Schüler:innen zu überprüfen und auszuloten, welche Möglichkeiten die Initiativen jeweils bieten, die Bildungserfolge von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien wirksam zu verbessern:

AG 1: Ganztag – Förderungsmöglichkeiten für die „Risikogruppe“

AG 2: Bildungs- und Teilhabepaket

AG 3: Leistungen nach dem SGB IX (Eingliederungshilfe, Schulassistenz)


Wir bitten um zeitnahe Anmeldung und Auswahl einer AG, spätestens jedoch bis zum 15.4.2021 über den Anmeldebutton oben.

Aus organisatorischen Gründen ist die Anzahl der Plätze in den Workshops begrenzt.

   
AG 1: Ganztag – Förderungsmöglichkeiten für die „Risikogruppe“

Die Ausgestaltung des Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsschulplatz bietet einen Anknüpfungspunkt für ein „Starke-Schulen-Gesetz“ (AT), mit dem der Bund den Ländern Mittel zum Einsatz in Schulen zuweist, die überproportional Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien beschulen. In der AG soll die Fragestellung darauf gerichtet werden, welche Fördermöglichkeiten Ganztagsschulen für die „Risikogruppe“ bieten, um deren Lernerfolge zu verbessern. Ziel ist, möglichst genau zu formulieren, welche Maßnahmen für eine wirksame Förderung von Kindern und Jugendlichen aus der Risikogruppe im qualifizierten Ganztag etabliert werden sollten und welche Konditionen für die Vergabe zusätzlicher Mittel erforderlich sind, damit diese zielgerichtet verwendet werden.

AG 2: Bildungs- und Teilhabepaket – Wie sind die Erfahrungen? Welche Änderungen und Ergänzungen sind bei einer Novellierung wichtig, um den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien nachhaltig zu verbessern?

Bei der anstehenden Novellierung des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) kommt es besonders darauf an, die Leistung „Lernförderung“ neu zu gestalten, so dass Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien – insbesondere in den erweiterten Lernzeiten des Ganztags – wirksame zusätzliche Förderung erfahren. Auf der Grundlage der Erfahrungen und der vorliegenden Erkenntnisse über seine Wirksamkeit sollen in der AG konkrete Anforderungen für die Novellierung des BuT formuliert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Leistung Lernförderung, insbesondere deren Integration in den schulischen Ganztag. 

AG 3: Leistungen nach dem SGB IX (Eingliederungshilfe, Schulassistenz)

Bereits heute besteht die Möglichkeit, die Leistungen nach dem SGB IX (Eingliederungshilfe, Schulassistenz) zu poolen und in der Lerngruppe einzusetzen. Ebenso können Mittel nach dem SGB VIII auch in Gruppen verwendet werden. Die Rechtsvorgaben lassen dies zu, die gruppenbezogene Nutzung scheitert häufig vor Ort an den handelnden Akteuren. Wie kommen wir hier weiter, um die vorhandenen Mittel effektiver im Sinne von besseren Lernchancen zu nutzen?

Wie können die Akteure vor Ort dazu motiviert werden, besser zusammenzuarbeiten? Wie kann die Schulassistenz zu mehr Lernerfolgen beitragen? Gibt es weitere Änderungsbedarfe?

Das aktuelle Programm zum download finden Sie unten.


Kontakt / Organisation
Karin Lenski, Projektbearbeitung, Referat Bildung und Wissenschaft, Heinrich-Böll-Stiftung, 
E: lenski@boell.de, T: +49 (0)30 285 34 -186

Fachkontakt
Philipp Antony, Referent Bildung und Wissenschaft, Heinrich-Böll-Stiftung, 
E: antony@boell.de


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Veranstalter*in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Deutsch