Podiumsdiskussion

Montag, 25. März 2019 11.00 – 13.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion

Wege aus der Gewalt im Sahel

Perspektiven junger Menschen auf Governance, Radikalisierung und Frieden und Herausforderungen für externe Akteure

Seit Jahren ist die Sahelzone gekennzeichnet von zunehmender Unsicherheit und bewaffneten Konflikten, von jihadistischem Terror und organisierter Kriminalität. Die Brennpunkte der Konflikte wandern dabei vom Norden Nigers und Malis ins Zentrum Malis und seit kurzem über die Grenze in den Norden und Osten Burkina Fasos.

Weil ein rein militärisches Vorgehen der Komplexität der Konflikte nicht angemessen ist, wollen Deutschland, Frankreich und die EU ihr seit 2012/13 bestehendes militärisches Engagement mit Entwicklungsprojekten flankieren. Gute Regierungsführung und Jugendbeschäftigung stehen für die Bundesregierung im Zentrum.

Dabei stellt sich die Frage, aus welchen Gründen insbesondere junge Menschen zunehmend mit Gewalt gegenüber den Regierungen der Sahelzone reagieren. Unzufriedenheit mit sozialer Absicherung und Ressourcenverteilung und mangelnde politische Teilhabe sind maßgebliche Treiber, die junge Menschen dazu bringen, nach Alternativen zur staatlichen Politik zu suchen. Diese Alternativen können friedlich oder gewaltsam ausfallen. Häufig stehen sie im klaren Widerspruch zu staatszentrierter Governance und sind deswegen für auf den Zentralstaat fokussierte externe Bemühungen zur Friedenssicherung schwer greifbar.  

In einem Fachgespräch mit Vertreter/innen aus Zivilgesellschaft und Forschung aus Mali, Niger und Burkina Faso diskutieren wir darüber, wie Bedingungen geschaffen werden können, die Radikalisierung und Gewaltbereitschaft verhindern. Welche Alternativen und Perspektiven können jungen Menschen geboten werden? Wie beeinflussen lokale (junge) Akteure bisherige Bemühungen um Frieden und Sicherheit, und wie können Deutschland und die EU positive Initiativen besser wahrnehmen und unterstützen? Nicht zuletzt stellen wir die Frage, ob wir in der Sahelzone ein Ende staatszentrierter Politik beobachten und was dies für deutsche und internationale Bemühungen um Frieden und gute Regierungsführung bedeutet.

Mit:
- Fatouma Touré (Association des jeunes femmes leaders, Gao, Mali)
- Adoulaye Sounaye (Zentrum Moderner Orient, Deutschland/Niger)
- Ouiry Sanou (Organisation Démocratique de la Jeunesse de Burkina Faso, Burkina Faso)

- Moderation: Claudia Simons, Afrikareferentin der Heinrich-Böll-Stiftung

 

Information:    
Nicola Egelhof, Afrika-Referat, Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail, egelhof@boell.de,   Telefon +49(0)285 34 -345

 

 

Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Veranstalter*in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Deutsch
Französisch