Podiumsdiskussion

Freitag, 27. August 2021 14.00 Uhr – Samstag, 28. August 2021, 12.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion

Weimar for Future

Gespräche zu den kulturellen Dimensionen von Klimakrise und sozial-ökologischer Transformation

Trotz erdrückender naturwissenschaftlicher Fakten sind Klimakrise und Naturzerstörung in erster Linie kulturelle Themen: Sie sind menschengemacht, Folge unseres Lebensstils, unserer Art zu produzieren, zu konsumieren, zu leben. Zugleich haben sie weit reichende Folgen für unsere Gesellschaft, unsere Demokratie, unseren Alltag. Aber auch die notwendigen Gegenmaßnahmen sind zutiefst kultureller Natur: Veränderungen unseres westlichen Lebensstiles, ein Ausstieg aus der Wachstumsspirale, der Übergang zu Gemeinwohl orientierten Wirtschaftsformen und gerechteren globalen Verhältnissen. Welche demokratischen Institutionen, welche Eigentumsformen, welche zivilgesellschaftlichen Organisationsformen, welche künstlerischen und medialen Begleitungen braucht es für  die notwendige sozial-ökologische Transformation?

Diesen Fragen wollen wir in unserer Gesprächsreihe nachgehen. Und wir möchten den Diskursen in Weimar, diesem symbolträchtigen Ort europäischer Geschichte und Kultur, zukünftig einen dauerhaften Platz geben. Die Veranstaltungsreihe 2021 im Rahmen des Themenjahres „Neue Natur“ der Klassik Stiftung Weimar soll dazu Auftakt sein, mögliche Themenfelder und Kooperationen ausloten und weitere Veranstaltungen in den kommenden Jahren vorbereiten. Wir laden herzlich ein, daran mitzuwirken!

 

Am 27./28. August lautet das Thema „Es gibt ein Genug!“ Gemeinwohlorientiert und ohne Wachstumszwang wirtschaften

Trotz Erderwärmung und Artensterben dreht sich die Wachstumsspirale ungebremst weiter, wobei sich Konzerninteressen und unsere individuelle Bequemlichkeit fatal ergänzen. Woran scheitert der Übergang zu einer Ökonomie mit menschlichem und vor allem mit naturverträglichem Maß? Welche Voraussetzungen und Lernprozesse braucht es für eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaft?

Für aktuelle Diskussionen anregend können Überlegungen aus dem Umfeld von Klassik und Deutschem Idealismus zu einer „oeconomia naturae“ sein, die am Beginn des Industriezeitalters dessen Folgen für Mensch und Natur vorausahnen und die Fokussierung auf „Nützlichkeit“ ebenso wie das Missverhältnis zwischen Armut und Reichtum vehement kritisieren.

Darüber sprechen wir mit:

- Charlotte Hitzfelder (Konzeptwerk Neue Ökonomie)

- Dr. Elisabeth von Thadden, Germanistin und Journalistin (DIE ZEIT, Postwachstumskolleg)

- Dr. Frithjof Reinhardt, Philosophiehistoriker (Institut für Philosophie und Kulturgeschichte)

 

Ablauf:

Die Veranstaltung bestehen aus drei Teilen: Am Freitag den 27.08 findet von 14 bis 17 Uhr ein Kolloquium in der Orangerie Belverde und ab 19:30 ein Salongespräch im Innenhof des Wittumspalais der Klassik Stiftung statt. Am 28.08 wird es zudem um 10 Uhr eine Führung durch den Park an der Ilm geben.

Die Veranstaltung stehen unter Pandemie-Vorbehalt. Die geltenden Regelungen werden kurzfristig auf der Website der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen veröffentlicht. Eine vorherige Anmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Anmeldung unter: info@boell-thueringen.de

 

Weitere Veranstaltungen:

13./14. Oktober: Was kann man trotzdem tun?

Eine Veranstaltung im Rahmen der „SchulBrücke für die Zukunft Europas“ mit jungen Menschen aus verschiedenen Ländern (in Kooperation mit der Deutschen Nationalstiftung)

Mit:

- Prof. Niko Paech, Nachhaltigkeitsforscher (Universität Siegen, Postwachstumsökonomie)

- Peter Kleine, Oberbürgermeister Weimar

Weitere Informationen folgen demnächst!

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch