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Freitag, 16. April 2021 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Weißes Mäuschen – warme Pistole

Jahresprojekt für Courage und Demokratie in Eisenach

„…Am Ende ist es doch so: den nackten, blanken wahnsinn, der einen kuscheligen bademantel der normalität trägt, den kriegt man nicht in den blick, nicht auf die bühne und in keinen kopf…“

Durch die Selbstenttarnung des NSU endete im November 2011 eine rassistisch motivierte Mordserie, die neun türkisch-, kurdisch- und griechisch-stämmige Menschen und eine deutsche Polizistin das Leben kostete. 2021 jährt sich das Ereignis zum zehnten Mal und wirft einmal mehr Fragen nach der Verantwortung unserer Gesellschaft im Umgang mit rechter Gewalt auf. Spätestens die Anschläge von Halle und Hanau sowie der Mord an Walter Lübcke zeigen: Rechtsextreme Gewalttaten geschehen in Deutschland mit trauriger Regelmäßigkeit und bedürfen einer entschiedenen politischen und gesellschaftlichen Antwort.

Im Rahmen des Projektes kooperieren das Landestheater Eisenach und das Theater am Markt und inszenieren gemeinsam das Theaterstück „Weißes Mäuschen warme Pistole“ von Olivia Wenzel.

In diesem beleuchtet die Autorin das Leben von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den Gründer_innen des »nationalsozialistischen Untergrunds«. Was wir heute vom NSU wahrnehmen, sind Fetzen einer medial aufbereiteten Wahrheit, konsumierbar, aber ohne Nährwert, weil die Faktenlage dürftig ist. Aussagen stehen gegen Aussagen, Böhnhardt und Mundlos sind tot, Beate Zschäpe schweigt und die Akten sind bis 2043 unter Verschluss, sofern sie nicht schon geschreddert wurden.

In einem hybriden Format bringen das Landestheater Eisenach und das Theater am Markt Live-Theater und digital erarbeitetes Material zusammen, um sich der Thematik aus künstlerischer Sicht zu nähern und sie mit den Augen von Eisenacher Bürger_innen zu betrachten und einzuordnen.

 

Regie TAM: Gabriela Zorn, Mareile Metzner

Regie LTE: Isabelle Küster, Christine Hofer, Theresa Frey

Assistenz: Ida Frankenberg, Johann Gomolka

Ensemble LTE: Lisa Störr, Michael Naroditski, Christoph Rabeneck

sowie das TAM-Ensemble

 

Weitere Aufführungstermine sind am 14.,15. und 16.5. jeweils 19 Uhr.

 

Schirmherr für das Projekt ist Benjamin-Immanuel Hoff (Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen).

Eine Kooperation der Stadt Eisenach, Landestheater Eisenach, Theater am Markt, Kunstpavillon Eisenach, LAP „Partnerschaft für Demokratie“ Eisenach, dgb, Antifaschistische Linke Eisenach, Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach, Jugendbüro RosaLuxx und Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.

 


Ausschlussklausel:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind oder sich während der Veranstaltung menschenverachtenden äußern, von der Veranstaltung auszuschließen.

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Thüringen
Sprache
Deutsch