Mittwoch, 02. Dezember 2009 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Wem gehört die Welt?

... und wie können alle an ihr teilnehmen?

Mit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 für Elinor Ostrom ehrt das Nobelpreiskomitee eine der weltweit bedeutendsten Vordenkerinnen der Gemeingüter-Ökonomie. Es ist auch ein Preis für ihr Thema, welches oft im Verborgenen bleibt. Dabei sind die Auseinandersetzungen um Gemeingüter allgegenwärtig und hochbrisant: Sei es in der Frage nach Zugang zu Trinkwasser, in “Urheberrechtskriegen”, im Streit um Softwarepatente oder in der Diskussion um die Nutzungsrechte an Boden, Atmosphäre und dem öffentlichem Raum. Diese Auseinandersetzungen gehen uns alle an, denn Gemeingüter machen einen Großteil unseres Reichtums aus. Neben Markt und Staat wird eine lebendige Bürgergesellschaft immer wichtiger, um für diese Güter zu streiten und den rein verwertungsorientierten Zugriff darauf zu begrenzen. Voraussetzung dafür ist eine soziale Verfassung, die Menschenwürde und materielle Sicherheit für alle garantiert. Doch individuelles Engagement in der Bürgergesellschaft braucht eine verlässliche ökonomische Basis, unter die niemand abrutschen darf. Die Gewährung eines soziokulturellen Existenzminimums darf nicht behördlicher Willkür unterworfen sein – Impulse zur konkreten Ausgestaltung kommen aus der Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen.

Es diskutieren:
Silke Helfrich, Freie Bildungsreferentin und Publizistin (Autorin „Wem gehört die Welt?)
Christoph Schlee, AllgemeinGut e. V.
Carsten Steinert, Rechtsanwalt, Bündnis90/Die GRÜNEN

Moderation:
Dr. Antje Tönnis, GLS Treuhand