Gespräch

Samstag, 09. Mai 2015 13.00 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Gespräch

Wer will die Uhr zurückdrehen? Strategien gegen Anti-Feminismus und Homophobie

Fachgespräch

Zunehmend schrille Kritik an einer demokratischen Geschlechterpolitik, homophobe Proteste gegen die Bildungspläne oder die Entstehung von Mythen bezüglich Sexualaufklärung in den Schulen. Das alles deutet auf eine neue Qualität anti-emanzipatorischer Bewegungen. Beobachten wir gerade einen gesellschaftlichen Backlash, eine Restaurationsbewegung gegen emanzipatorische Erfolge?

In dem Fachgespräch werden vier Schwerpunkte gesetzt. Zu Beginn soll über die Vernetzung homophober und antifeministischer Gruppen in Europa diskutiert werden. Hier werden gemeinsame Argumentationsmuster ausgelotet, um anschließend über erfolgreiche parlamentarische Gegenstrategien nachzudenken.

Anschließend werden Angriffe auf Genderkonzepte in den Blick genommen, um versuchen zu klären, warum gerade dieses Thema derartig reizt. Gibt es hierbei eine Zunahme oder handelt es sich eher um eine diffuse Ablehnung von einem Teil der Gesellschaft, der Modernisierungen generell ablehnend gegenüber steht? Zudem werden wir überlegen, ob es Erwartungen es an die Wissenschaft gibt, sich in die Debatte einzubringen und was Politik tun kann.

Als nächstes versuchen wir die Frage zu beantworten, wie es um die derzeitige Sexualaufklärung von Kindern und Jugendlichen steht. Welche Rolle haben staatliche Institutionen wie Schule? Was ist „angemessen“ in einer Umwelt, die z.B. in der Werbung und in den klassischen Medien, aber auch in den für Jugendliche besonders relevanten sozialen Netzwerken stark sexualisiert ist? Darüber hinaus wollen wir darüber sprechen, wie tolerant Jugendliche sind und wie viel Vielfalt in unserer Gesellschaft heute gelebt werden kann.

Abschließend analysieren wir die Umdeutungsversuche der Emanzipationsgegner*innen, die gleiche Rechte als Sonderrechte denunzieren. Wer sind die treibenden anti-emanzipatorischen Akteur*innen, die nicht wie früher um den Erhalt des Status Quo zu kämpfen scheinen, sondern um emanzipatorische Rückschritte? Wie sollen Demokrat*innen reagieren, wenn unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit menschenfeindliche Äußerungen verbreitet werden?

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren.

Veranstaltungsinformationen:

Datum: 09.05.2015, 13:00 - 17:30
Ort: Deutscher Bundestag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Anhörungssaal 3.101), Adele-Schreiber-Krieger-Str. 1, 10117 Berlin
Veranstalter: Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion, AK 3-Koordinationsbüro, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Tel: 030/227 58900, Fax: 030/227 56163, ak3@gruene-bundestag.de

Mehr informationen zu Programm und Anfahrt gibt es auf www.gruene-bundestag.de.

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