Donnerstag, 08. Oktober 2020 und weitere

„Wer wir sein wollten“ - Verschoben auf den 08.10.

Film und Gespräch

Urheber/in: Tatjana Calasans. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
Do., 08. Okt. 2020,
19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
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Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Thüringen

Vier Protagonisten*innen aus unterschiedlichen Bundesländern erzählen von ihren Erfahrungen als Schwarze Jugendliche in Deutschland in den 1990er Jahren und nehmen Bezug auf die Gegenwart. Es geht um Lebensrealitäten Schwarzer Menschen, Rollenbilder, Vorbilder und Erwartungen. Wie wurden sie gesehen? Wer wollten sie sein? Was waren die Erwartungen der Gesellschaft? Welche Strategien haben sie für sich gefunden, um damit umzugehen? Welchen Einfuss haben ihre Erfahrungen auf ihr Leben genommen? Der Film nimmt Bezug auf die Themen Identität und Rassismus veranschaulicht die Verbindung von struktureller und individueller Ebene.

Anschließend sprechen wir mit der Regisseurin Tatiana Calasans und dem Thüringer Eddie Sall über Rassismus, Ausgrenzung, Vorurteilen und verschiedenen Lebenswelten. Das Publikum hat die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Tatiana Calasans ist in Brasilien - Salvador geboren und kam im Alter von 7 Jahren nach Hamburg, wo sie heute arbeitet und lebt. Bei Tatiana Calasans ist das Biographische der Motor ihrer künstlerischen und theoretischen Beschäftigungen mit eben dem Thema dieses Films: Rassismus und Lebensrealitäten von Schwarzen Menschen in Deutschland. Neben ihrer Arbeit als Filmemacherin und Künstlerin, ist sie Mitorganisatorin und Koordinatorin der Black History Month Hamburg Gruppe.

Eddie Sall ist 1994 in Erfurt geboren und aufgewachsen. Er studiert im Bachelor Soziale Arbeit.

Mirjam Elomda lebt mit ihrer Familie in Thüringen. Mit dramaturgischen Lesungen und verschiedenen Formaten kultureller Veranstaltungen beteiligt sie sich aktivistisch an der Gestaltung einer antirassistischen Gesellschaft. Mirjam Elomda arbeitet neben ihrem Studium als Fotografin und Sozialarbeiterin. Sie ist Organisatorin regelmäßiger lokaler Gruppentreffen der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland e.V.  Die ISD Thüringen als lokale Formation der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD-Bund e.V.) setzt sich seit 2018 aktiv antirassistisch, intersektional und partizipativ für die (Menschen-)Rechte Schwarzer Personen in Thüringen ein. In Abgrenzung zu einer weißen Mehrheitsgesellschaft ist dabei ein wichtiger Bestandteil die Organisation regelmäßiger Treffen und Veranstaltungen für Schwarze Menschen mit der Möglichkeit individuelle Themen und Erfahrungen, in einer weitgehend diskriminierungsfreien Atmosphäre zu teilen.

 

08. Oktober 19:30-21:00 Uhr, Cinestar Erfurt