- Freitag, 21. Januar 2005 – Sonntag, 23. Januar 2005 In meinem Kalender speichern
Wesseling bei Bonn: Christentum und demokratischer Verfassungsstaat (Symposium)
In den modernen Sozialwissenschaften ist
es opinio communis, die Wurzeln der
konstitutionellen Demokratie hinsichtlich
der demokratischen
Legitimationsverfahren in Athen und
hinsichtlich der Rechtsbindung der Politik in
Rom zu suchen. In den neuzeitlichen
Revolutionen, mündend in der
französischen Menschenrechtserklärung,
wird schließlich die Verallgemeinerung der
Rechte und die Durchsetzung der
Demokratie verortet. Das Nachdenken
über die Genese der modernen politischen
Ordnung und ihre Geltungsansprüche kann
dann in den gedanklichen Bahnen des
Kontraktualismus ausgetragen werden.
Doch diese Charakterisierung greift
offenbar erheblich zu kurz. Denn
bestimmend für die Herausbildung der
konstitutionellen Demokratie wie auch für
die Behauptung ihres normativen
Anspruches als legitimer Ordnung –
aufgrund ihres verfassungsrechtlich
verankerten Fixpunktes, der Würde des
Menschen – ist auch das Erbe des
jüdischen und christlichen Denkens und
der Tradition.
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Auf dem Symposium wird in einem ersten
Schritt in ideengeschichtlicher und
systematischer Perspektive der Beitrag
dieses Erbes für die Herausbildung der
konstitutionellen Demokratie skizziert.
Zweitens wird die Frage nach der
Bedeutung heute aufge-worfen, angesichts
einiger ausgewählter aktueller
Herausforderungen, wie der Erosion des
bürgerschaftlichen Engagements, der
politischen Konsequenzen
der „Globalisierung“ sowie der ethischen
Implikationen der modernen Biopolitik.
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Die disziplinären Blickwinkel, die auf diese
Fragen gerichtet werden, sind die der
Politikwissenschaft, der Philosophie, der
Theologie und der Rechtswissenschaft.
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- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin