Sonntag, 28. August 2011 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

From A Whisper

Terrorismus in Ostafrika und der Politikwechsel nach 9/11

Für einige Länder am Horn von Afrika war Terrorismus ein bekannter, aber „unwillkommener“ Besucher seit Mitte der 1970er Jahre. Kenia zum Beispiel erlebte seine ersten Bombenanschläge 1975 und 1981. Aber der bekannteste Terroranschlag war der Bombenangriff auf die amerikanischen Botschaften in Nairobi (Kenia) und in Dar es Salaam (Tansania) im August 1998. Den Anschlägen in Nairobi fielen rund 200 Kenianer und 12 Amerikaner zum Opfer, 4.000 wurden verletzt, alle umliegenden Gebäude zerstört.

Die Region Ostafrika, die bislang mit innerstaatlichen und zwischenstaatlichen Konflikten zu tun hatte, begann, nachhaltige Lösungen für den Terrorismus zu suchen. Dieser Politik- und Paradigmen-wechsel wurde beschleunigt durch die Anschläge vom 11. September 2001, die die Frage des globalen Terrorismus in den Vordergrund rückten und zu einem der wichtigsten Sicherheitsprobleme unserer Zeit machten.

Als Reaktion auf die Anschläge in Kenia und Tansania überzeugten die USA und einige ihrer westlichen Partner beide Länder, Gesetze zur Bekämpfung des Terrorismus zu erlassen. Daraufhin verschärften Kenia und Tansania ihre Überwachungsmaßnahmen und machten sich an die legislative Arbeit. Tansania hat seitdem ein Antiterrorismusgesetz verabschiedet, Kenias Gesetz befindet sich noch im Entwurf.

Zehn Jahre nach 9/11 und 13 Jahre nach den Anschlägen in Nairobi und Dar es Salaam diskutieren wir mit unseren Gästen die terroristischen Anschläge auf dem afrikanischen Kontinent, ihre Ursachen und Folgen.