Workshop Samstag, 03. Oktober 2020 – Sonntag, 04. Oktober 2020 /
Berlin

Who cares?! -Ein Workshop zu Sorge-Arbeit, Rollen und Empowerment

Datum, Uhrzeit
Sa., 03. Okt. 2020, 11.00 Uhr  –
So., 04. Okt. 2020, 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Was wir gemeinhin als „Arbeit“ betiteln, vergisst oft einen wichtigen Teil der weltweit geleisteten Arbeit. Nämlich die Arbeit, die entsteht durch die Fürsoge für sich selber, für andere, für die Gemeinschaft und die Umwelt. Auch das ist Arbeit – genannte Sorge-Arbeit ("Care-Arbeit") und sie wird oft unbezahlt geleistet. Sie ist lebensnotwendig für uns alle und entscheidend für das Funktionieren der Gesellschaft, doch sie ist ungerecht verteilt. Der Großteil dieser Arbeit wird global immer noch von Frauen* verrichtet. In den letzten Jahren ist der Konflikt rund um die Wertschätzung der Sorgearbeit ein wichtiges Thema in der feministischen Bewegung geworden.

In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam anschauen welche unterschiedlichen Potentiale der Veränderung in diesem Konflikt stecken. So wollen wir die Frage stellen, was diese gegenderte Arbeitsstruktur mit uns ganz persönlich macht und in welchen Konflikten wir uns in unserem alltäglichen Leben wiederfinden. Wie genau sehen die Konflikte aus, die sich daraus in unserem Alltag ergeben? Wir werden uns mit Rollen beschäftigen, die wir in sozialen Beziehungen als Frauen* und als Männer* einnehmen. Welche Muster erkennen wir in unseren Rollen in Paar-Beziehung, in Familie, in Gemeinschaften und Gruppen? Und was brauchen wir um diese Rollen neu zu verhandeln? Außerdem schauen wir uns die Kämpfen rund um die Sorge-Arbeit an, die auf der ganzen Welt gekämpft werden und werden uns fragen, wo setzen diese Kämpfe an und welche Handlungsoptionen können wir daraus für uns ableiten.

Dieser Workshop richtet sich an alle, die in ihrem alltäglichen Leben mit Sorge-Arbeit in Berührung kommen und sich schon immer mal auf einer selbst-reflektierenden und emotionalen Ebene mit diesem Thema beschäftigen wollten.

Seminarzeiten:
Sa, 03.10. 11:00 - 18:00 Uhr
So, 04.10. 11:00 - 18:00 Uhr

Wenn du eine Kinderbetreuung während der Workshopzeiten brauchst, wende dich bitte an das Bildungswerk (Lina Marie Tietze, tietze@bildungswerk-boell.de). Eine Betreuung vor Ort ist aus räumlichen Gründen allerdings nicht möglich.

Referentinnen
Julia Legge ist Erwachsenenbildnerin und als Trainerin für konstruktive Konfliktbearbeitung und Prozessbegleiterin in unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Kontexten unterwegs. Als Feministin ist der Kampf um Care-Arbeit ihr ein Herzensthema. (www.abouttheelephant.de)

Maike Panz ist freiberufliche Gestalterin und Trainerin für konstruktive Konfliktbearbeitung und transkulturelles Lernen. Ihre Workshops thematisieren vor allem feministische Themen rund um Identität, Diversität und Empowerment.

Unsere Corona-Präventionsmaßnahmen:
Gemeinsam wollen wir auf die Sicherheit aller achten.
Wir werden die Räume gut durchlüften und die Stühle mit ausreichend Abstand aufstellen.
Sie werden eine kleine Gruppe von x Teilnehmenden sein, bitte halten Sie dennoch jederzeit die 1,5 Meter Abstand ein.
Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit. Dieser muss beim Betreten des Bildungswerks getragen werden. Am Sitzplatz darf er – wie z.B. in Restaurants auch – abgenommen werden. Die Teamer*innen werden gemeinsam mit Ihnen besprechen, wie der Umgang damit sein soll. Die Seminarleiter*innen dürfen – bei ausreichendem Abstand – ohne Mund-Nasen-Schutz arbeiten.
Öfter zwischendurch Händewaschen und Händedesinfizieren wird empfohlen. Ein Desinfektionsmittelständer steht bereit.
Wir bitten darum, die Pausen nach Möglichkeit im Freien zu verbringen.
Leider können wir aufgrund der Hygienevorschriften kein Buffet / keine Snacks bereitstellen.
Die Versorgung mit Mineralwasser ist aber gewährleistet. Auch Kaffee und Tee wird möglich gemacht.
Bitte tragen Sie für eine eventuelle Kontaktnachverfolgung Ihre vollständigen Daten leserlich in die Teilnehmer*innenliste ein.

Die Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.