- Samstag, 02. Juni 2012 – Sonntag, 03. Juni 2012 In meinem Kalender speichern
„Wider die Müdigkeit“
Kulturelle Interventionen und literarische Aufwachräume
Die Idee für »Wider die Müdigkeit!« kam uns, als es Anfang 2011 in der
arabischen Welt zu Protesten – dem sogenannten »Arabischen Frühling« - kam und
die Frage auftauchte: Was können wir von den Bewegungen im arabischen Raum
lernen?
Angesichts der Tatsache, dass es nach 1989 in Deutschland und Mittel- und
Osteuropa nicht gelungen ist, einen neuen Gesellschaftsentwurf zu realisieren
und angesichts der Zuspitzung der Entwicklungen im arabischen Raum wollten wir
gemeinsam mit internationalen Gästen aus Kunst, Wissenschaft, dem Journalismus
und der Politik darüber nachdenken, auf welche Weise revolutionäre Energien in
dauerhafte und sinnvoll erneuerte Gesellschaftsformen verwandelt werden können.
2. Juni: Abtauchen und Eintauchen
In
Berlin wird das Festival in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung mit visuellen
und musikalischen Beiträgen eröffnet.
So führen uns der Film „Abendland“ von Nicolaus Geyhrhalter und der Video-Remix von VJ Sniper Gegensätze vor Augen: Auf der einen Seite die vom Karlsruher Philosophen Byung - Chul Han in seinem Essay beschriebene sogenannte „ermüdete“ westliche Gesellschaft, auf der anderen Seite Bilder des Aufbruchs aus der arabischen Welt. Im Anschluss daran sprechen Kuratorinnen aus Belgien, Ägypten und Serbien über die aktivistische Rolle von Künstlerinnen und Künstlern in Zeiten des politischen Umbruchs. Junge Blogger und Bloggerinnen und Internetexperten aus Russland, Ägypten und Frankreich berichten über ihre Formen des Widerstands und den damit einhergehenden Gefahren in diktatorischen oder „demokratisch-gelenkten“ Systemen.
3. Juni „Literarische Aufwachräume: Brooklyn, Belgrad, Kairo“
Am Sonntag, den 3. Juni, präsentieren wir in einem 8-stündigen Marathon literarische Formen von der Streitschrift bis zur Lyrik, vom Roman bis zum Blog. Einen besonderen Platz nehmen die literarischen Sonderformen Graphic Novel und Arabic Graffiti ein. Hat sich die literarische Sprache in Umbruchzeiten verändert? Welche Geschichten werden erzählt? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunst und Literatur nach dem arabischen Frühling?
Diesen Fragen stellen sich in Gesprächen und Lesungen: Ezzedine Choukri Fishere, Schriftsteller, Ägypten und U.S.A. Ali Al Muqri, Schriftsteller, Jemen Sondos Shabayek, Journalistin und Bloggerin, Ägypten Rosa Yassin Hassan, Dichterin, Syrien Ahmed Asery, Musiker, Jemen Hamed Abdel Samad, Autor, Deutschland und Ägypten Nuria Fatykova, Journalistin und Bloggerin, Russland Borka Pavicevic, Leiterin des Zentrum für kulturelle Dekontamination in Belgrad, Serbien Ahmed Khammas, Dolmetscher und Science-Fiction Autor, Deutschland und Syrien Aida Etorie, Kuratorin, Ägypten Don Karl, Verleger & Künstler, fromheretofame, Berlin Basma Hamdy, Künstlerin, Ägypten Ammar Abo Bakr, Künstler, Ägypten Frie Leysen, Kuratorin (angefragt) Magdy El-Shafee, Graphic-Novel Zeichner und Autor , Ägypten Daniel Gerlach, Mitherausgeber von ZENITH, Zeitschrift für den Orient.
Während des Festivals wird die Ausstellung »Metro« mit Arbeiten von Magdy El-Shafee gezeigt, sowie Video-Performances von VJ-Sniper aka Assaf Etiel, Israel/ Berlin. “Wider die Müdigkeit” findet zeitgleich in den Literaturhäusern in Köln und Freiburg statt und wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.
So führen uns der Film „Abendland“ von Nicolaus Geyhrhalter und der Video-Remix von VJ Sniper Gegensätze vor Augen: Auf der einen Seite die vom Karlsruher Philosophen Byung - Chul Han in seinem Essay beschriebene sogenannte „ermüdete“ westliche Gesellschaft, auf der anderen Seite Bilder des Aufbruchs aus der arabischen Welt. Im Anschluss daran sprechen Kuratorinnen aus Belgien, Ägypten und Serbien über die aktivistische Rolle von Künstlerinnen und Künstlern in Zeiten des politischen Umbruchs. Junge Blogger und Bloggerinnen und Internetexperten aus Russland, Ägypten und Frankreich berichten über ihre Formen des Widerstands und den damit einhergehenden Gefahren in diktatorischen oder „demokratisch-gelenkten“ Systemen.
3. Juni „Literarische Aufwachräume: Brooklyn, Belgrad, Kairo“
Am Sonntag, den 3. Juni, präsentieren wir in einem 8-stündigen Marathon literarische Formen von der Streitschrift bis zur Lyrik, vom Roman bis zum Blog. Einen besonderen Platz nehmen die literarischen Sonderformen Graphic Novel und Arabic Graffiti ein. Hat sich die literarische Sprache in Umbruchzeiten verändert? Welche Geschichten werden erzählt? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunst und Literatur nach dem arabischen Frühling?
Diesen Fragen stellen sich in Gesprächen und Lesungen: Ezzedine Choukri Fishere, Schriftsteller, Ägypten und U.S.A. Ali Al Muqri, Schriftsteller, Jemen Sondos Shabayek, Journalistin und Bloggerin, Ägypten Rosa Yassin Hassan, Dichterin, Syrien Ahmed Asery, Musiker, Jemen Hamed Abdel Samad, Autor, Deutschland und Ägypten Nuria Fatykova, Journalistin und Bloggerin, Russland Borka Pavicevic, Leiterin des Zentrum für kulturelle Dekontamination in Belgrad, Serbien Ahmed Khammas, Dolmetscher und Science-Fiction Autor, Deutschland und Syrien Aida Etorie, Kuratorin, Ägypten Don Karl, Verleger & Künstler, fromheretofame, Berlin Basma Hamdy, Künstlerin, Ägypten Ammar Abo Bakr, Künstler, Ägypten Frie Leysen, Kuratorin (angefragt) Magdy El-Shafee, Graphic-Novel Zeichner und Autor , Ägypten Daniel Gerlach, Mitherausgeber von ZENITH, Zeitschrift für den Orient.
Während des Festivals wird die Ausstellung »Metro« mit Arbeiten von Magdy El-Shafee gezeigt, sowie Video-Performances von VJ-Sniper aka Assaf Etiel, Israel/ Berlin. “Wider die Müdigkeit” findet zeitgleich in den Literaturhäusern in Köln und Freiburg statt und wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin