Mittwoch, 22. Oktober 2014 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann

Stadt- und Regionalbibliothek Gera, Puschkinplatz 7, 07545 Gera

Buchvorstellung mit Ulrich Chaussy

Anschließend ein Gespräch mit dem Autor Ulrich Chaussy und Christian Demmelmeier (Jurist, ehem. Referent für Begleitung des NSU-Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag).

 

Das Attentat auf dem Münchner Oktoberfest vom 26. September 1980, das 13 Tote und mehr als 200 Verletzte forderte, war der blutigste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Ulrich Chaussys Zweifel an dem Ergebnis der Ermittler, es habe sich um die Tat eines labilen Einzelgängers gehandelt, führten ihn zu Jahrzehnten hartnäckiger Recherche, oft gegen die Widerstände der verantwortlichen Behörden. Immer wieder meldeten sich Hinweisgeber und Zeugen bei ihm - bis heute. Sie verstärken den Eindruck, dass die zuständigen Stellen nicht willens waren, konsequente Ermittlungen in der rechtsextremistischen Szene zu führen, eine erschreckende Parallele zu den Ermittlungspannen im Fall der NSU-Morde.

 

Eine Veranstaltung des Aktionsbündnisses Gera gegen Rechts, der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V., der Kanitz`schen Buchhandlung und der Stadt- und Regionalbibliothek Gera.

Veranstalter*in
Landesstiftung Thüringen