- Samstag, 12. Mai 2007 10.30 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Wie `Grün` muss DIE LINKE sein?
Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Der Klimawandel und die zunehmende Knappheit natürlicher Ressourcen gehören zu den zentralen politischen Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Das gilt gerade auch für linke Politik. Denn zuallererst sind es die die Armen, die unter den Folgen der Erderwärmung und den Preisexplosionen auf den Rohstoffmärkten leiden. Wird nicht umgesteuert, werden viele Millionen Menschen in den Entwicklungsländern, aber auch GeringverdienerInnen in Industriestaaten wie Deutschland für den Raubbau zahlen müssen. Nicht nur die Verpflichtung zum Schutz der natürlichen Umwelt, sondern auch das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und internationaler Solidarität zwingt daher zum ökologischen Umbau der Gesellschaft.
Der Kampf um den Zugang zu schwindenden Ressourcen gerät zudem immer mehr zu einer Bedrohung für den Weltfrieden. Darüber hinaus werden die Folgen des Klimawandels in vielen Ländern zu Auseinandersetzungen führen, beispielsweise um Wasser oder fruchtbare Böden. Klima- und Ressourcenschutz sind daher auch aktive Friedenspolitik und Konfliktprävention. Ein Umsteuern auf ressourcensparendes Wirtschaften, erneuerbare Energien und regionale Wirtschaftskreisläufe birgt Chancen für nachhaltige Beschäftigung und mehr Demokratie. Der dafür notwendige Strukturwandel erfordert aber gelegentlich harte Brüche. Linke Politik befindet sich hier nicht selten im Widerstreit verschiedener Interessen.
Die gemeinsame Veranstaltung von Rosa-Luxemburg-Stiftung und Bundestagsfraktion DIE LINKE. soll den neuen Stellenwert der Ökologie für eine moderne Linke debattieren. Dabei sollen Defizite der bisherigen parlamentarischen und außerparlamentarischen Arbeit kritisch aufgenommen und ein neues Herangehen an linke Wirtschafts-, Friedens- und Finanzpolitik angeregt werden.