Konferenz Montag, 11. November 2019 /
Berlin

**AUSGEBUCHT** Wie ist Frieden in Afghanistan jetzt möglich?

Im Schwebezustand zwischen Präsidentschaftswahl und einem möglichen US-Taliban-Abkommen

Cost of War. Urheber/in: Carpetblogger. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Mo., 11. Nov. 2019,
09.30 – 14.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Englisch
Simultanübersetzung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Rechtliches
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Mit den vorläufigen Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen am 28. September in Afghanistan wird nicht vor Mitte November gerechnet. Diese Wahlen waren von einer angespannten Sicherheitslage, Anschlägen der Taliban und Vorwürfen von Korruption und Wahlfälschung geprägt. Nach bisherigen Erkenntnissen war die Wahlbeteiligung relativ gering, was neben der schlechten Sicherheitssituation auch auf die weit verbreitete Frustration über die gegenwärtige Regierung zurückzuführen ist.

In den Monaten vor der Wahl fanden mehrere Verhandlungsrunden zwischen den USA und den Taliban statt, in denen es im Kern um einen Truppenabzug der internationalen Streitkräfte und die Zusagen der Taliban ging, dass Afghanistan nicht als Ausgangsort für internationalen Terrorismus genutzt wird. Diese Gespräche fanden unter Ausschluss der afghanischen Regierung und Zivilgesellschaft statt und wurden kurz vor ihrem Abschluss von Präsident Trump für beendet erklärt. Mittlerweile mehren sich trotz zunehmender Taliban-Angriffe die Anzeichen, dass die Gespräche wiederaufgenommen werden könnten.

Im Rahmen der Konferenz werden Vertreterinnen und Vertreter der deutschen und internationalen Politik und Wissenschaft mit Repräsentanten der afghanischen Regierung und Zivilgesellschaft den Ausgang der Wahlen und ihren Einfluss auf den Friedensprozess analysieren.

Im ersten Block diskutieren Expert/innen den Verlauf der Wahlen insbesondere im Hinblick auf den Wahlkampf und die Beteiligung von Frauen: Können die Wahlen angesichts der Rahmenbedingungen tatsächlich als legitimer, demokratischer Prozess bewertet werden? Können sie dem Friedensprozess einen positiven Impuls verleihen?

Im zweiten Block stehen die realen Friedenschancen und die Rolle der internationalen Gemeinschaft sowie der Nachbarländer zur Diskussion. Die zentrale Herausforderung ist die Aushandlung und Formulierung des Friedensvertrages, denn eine bedeutendere Rolle der Taliban kann erhebliche Folgen für demokratische Errungenschaften und die Situation von Frauen in dem Land haben.

Programm

9.00 Uhr 
Anmeldung

9:30-11:00 Uhr
Panel I: Präsidentschaftswahlen in Afghanistan: Bedrohung oder Chance für den Frieden?

  • Thomas Ruttig, Afghanistan Analysts Network
  • Conrad Schetter, Bonn International Center for Conversion
  • Sheela Samimy, Axis of Commitment, Afghanistan
  • Masood Karokhail, The Liaison Office, Afghanistan

Moderation: Christian Jakob, taz

11:00 – 11:30 Kaffeepause

11:30-13:30 Uhr
Panel II: Wie hoch ist der Preis für den Frieden, wer profitiert am meisten? Die afghanischen Verhandlungen und die globalen Interessen

  • Markus Potzel, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan
  • Prof. Hans-Joachim Giessmann, Berghof Foundation
  • Omid Nouripour, MdB, Bündnis90/Die Grünen
  • Horia Mosadiq, Conflict Analysis Network, Transitional Justice Coordination Group, Afghanistan

Moderation: Christian Jakob, taz

anschließend Mittagsimbiss

Kontakt:
Gitanjali More 
Projektbearbeitung Referat Asien
E more@boell.de