Diskussion
- Freitag, 03. Juli 2020 16.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Wie lässt sich die Krise sozialer Reproduktion überwinden?
Digitaler Ladies Lunch
Mit Inputs von
• Prof. Gabriele Winker, Sozialwissenschaftlerin, Autorin von Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft
• Felicia Lazaridou, Psychologin, Charité Berlin
• Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB, Sprecherin für Gesundheitsförderung (Bündnis 90/Die Grünen)
Moderation: Dr. Ines Kappert und Francesca Schmidt (GWI)
Missstände im Zusammenhang mit Gesundheitsversorgung und Care-Arbeit sind seit Jahren bekannt. Feministinnen werden nicht müde, für ein Umdenken zu werben. Erst kürzlich haben sich viele von ihnen hinter ein Manifest gestellt und Forderungen an die Bundesregierung formuliert. Es geht darum anzuerkennen, dass jeder Mensch in jeder Lebenslage der Fürsorge bedarf – und damit Care eine Grundbedingung des Daseins ist. Sie ohne oder nur mit geringer Entlohnung an Frauen auszulagern, entspricht zwar der kapitalistischen Logik. Doch es erlaubt nur wenigen ein gutes Leben.
Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wenig Relevanz die Mehrheitsgesellschaft und Politik den Forderungen nach angemessener Bezahlung und Umverteilung der Sorgearbeit bislang beigemessen haben. Doch nun ist die “Krise sozialer Reproduktion”, wie Gabriele Winker die vorherrschenden Verhältnisse beschreibt, nicht mehr zu ignorieren. Sie beeinflusst auch die Arbeitswelt negativ.
Wie lässt also sich die Pandemie nutzen, um ein politisches Umsteuern zu beginnen? Wie kommen wir zu dem überfälligen Perspektivwechsel, der es erlaubt, Sorgearbeit gerecht zu verteilen und Gesundheitsversorgung angemessen zu gewährleisten? Welche politischen Forderungen müssen nun stark gemacht werden, um zu einer gerechten Verteilung der Lasten und Profite zu kommen?
Wir freuen uns auf einen Input von Prof. Gabriele Winker, die ihre konkrete Utopie skizzieren wird. Die Psychologin Felicia Lazaridou wird von ihren Erfahrungen aus der Berliner Charité berichten. Dr. Kirsten Kappert-Gonther wird schließlich die aktuelle Debatte im Bundestag mit dem Schwerpunkt Frauengesundheit umreißen und mögliche Stellschrauben zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung zur Diskussion stellen.
Die Veranstaltung findet per Zoom statt und folgt der Chatham House Rule, d.h. Inhalte können an Dritte kommuniziert werden, aber es werden keine Zitate und Namen an Nicht-Beteiligte weitergegeben.
Sprachen: Deutsch und Englisch mit Simultandolmetschen
P.S. Barbara Unmüßig vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und das Gunda-Werner-Institut gehören zu den Erstunterzeichner*innen des Manifests der Equal Care Day-Initiative vom Mai 2020.
Hinweis:
Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein Computer, Tablet oder Handy mit Internetanschluss und Lautsprecher, und je nach Veranstaltung (mit Beteiligung des Publikums) optional eine Kamera oder Headset notwendig. Eine Aufnahme der Online-Veranstaltung ist untersagt. Die Online-Veranstaltung verwendet das Programm Zoom, welches den Zugangslink bereitstellt.
Den Zugangslink erhalten Sie 24 Stunden und erneut 2 Stunden vor der Veranstaltung.
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